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Raw Blame History

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mit Verwöhnung zu tun hat.“ (Neill 1969, S. 117). Dieser Ansatz war eine Grundlage der emanzipatorischen Pädagogik der 1970er Jahre.

Die emanzipatorische, politische Pädagogik

Während einer kurzen gesellschaftlichen Zeitspanne nach dem Aufbegehren der 68er gegen verkrustete Strukturen, menschenverachtende Ideologien und die Tabuisierung der nationalsozialistischen Vergangenheit kennzeichnete eine Aufbruchsstimmung Inhalte der Pädagogik und Bildungsdiskussion. Die von bürgerlichen Studenten initiierte Heimkampagne 1969 veränderte die Kinder- und Jugendhilfe nachhaltig (Arbeitsgruppe Heimreform 2000, S. 49). So wurden die nach dem Zusammenbruch des Faschismus ersten Formen der Partizipation installiert. Die Auseinandersetzung über den Holocaust war Bestandteil der pädagogischen Diskussion. Der kritische Theoretiker Theodor W. Adorno (1903 1969) begriff pädagogische Arbeit als eine Möglichkeit kollektive Traumata zu überwinden: „Man muß die Mechanismen erkennen, die die Menschen so machen, daß sie solcher Taten fähig werden, muß ihnen selbst diese Mechanismen aufzeigen […]“ (Adorno 1966, S. 89 f.), schrieb er in seinem Buch Erziehung nach Ausschwitz. Das Wissen der Individuen um Mechanismen, die Täter- und Mittäterschaften begünstigen, sei eine Voraussetzung zur Veränderung ihres Selbstbewusstseins, es gehe darum, nach dem Holocaust „[…] die Unfassbarkeit des Geschehenen in das Bewusstsein zu lassen, damit es nicht wieder passieren kann.“ (ebd., S. 88) Klaus Mollenhauer, der die emanzipatorische Pädagogik maßgeblich weiterentwickelte, sah die zentrale Frage der Pädagogik darin, wie die junge Generation durch Erziehung darin gestärkt werde, die Gesellschaft zu verbessern. Durch Selbstreflexion soll es dem Menschen möglich werden, sich von den gegebenen Verhältnissen zu distanzieren oder die gesellschaftlichen Verhältnisse zu verändern (Mollenhauer 1970). Auch die Behindertenpädagogen Georg Feuser und Wolfgang Jantzen begriffen Pädagogik politisch und notwendigerweise verändernd. Auf Grundlage der Adaption der kulturhistorischen Schule entwickelten sie eine