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Raw Blame History

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Heute werden die beeinträchtigenden Auswirkungen von Traumata auf die Menschen nicht mehr infrage gestellt. Doch das war nicht immer so. Die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den Auswirkungen von Traumata auf die Psyche und die Physis des Menschen ist eine Geschichte von Wahrnehmen und Verleugnen. Sie ist auch eine Auseinandersetzung unterschiedlicher Schulen, z. B. der Psychoanalyse und der Humanistischen Psychologie. Über die → Ätiologie des Traumas wird vehement gestritten, seit sich Medizin, Psychiatrie, Psychologie, Pädagogik und Soziale Arbeit mit traumatisierten Menschen beschäftigen. In den letzten vierzig Jahren ist durch die explosionsartige Zunahme von wissenschaftlichen Erkenntnissen und klinischem Wissen zu vielen Aspekten der Traumatisierung die Entwicklung eines integrierten Verständnisses der Traumaeffekte auf das soziale, psychologische und physiologische Erleben von Einzelpersonen vorangeschritten. Es ist den Praktikerinnen kaum möglich, die ständig neuen Erkenntnisse zu erfassen und zu berücksichtigen. Doch sind die Ergebnisse der Forschungen von Psychotraumatologinnen (vgl. van der Kolk/McFarlane/Weisaeth 2000) von großem Wert. Dies gilt auch für die wieder in den Blickpunkt der Fachöffentlichkeit gelangten Ergebnisse der Bindungsforschung und für die Erkenntnisse der Resilienzforschung, die sich mit Schutzfaktoren lebensgeschichtlicher Bewältigung von traumatischen Kindheiten befasst. Wenn die Pädagog*innen über ein erhöhtes Verständnis der Auswirkungen traumatischer Erfahrungen auf Kinder wie Jana und Philipp verfügen, können die Belastungen von Jana und Philipp und auch die Belastungen der Bezugspersonen reduziert werden.

Was Kindern alles widerfahren kann über die verschiedenen Traumata

Kinder wie Jana und Philipp haben viel Leid erlebt, sie haben verschiedene Traumata oft zeitgleich überstehen müssen. Die traumatischen Erfahrungen bedingen oder ergänzen sich meist, sie kumulieren im Erleben der Kinder. Amerikanische und australische