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Behindert uns nicht!
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Geht man davon aus, dass Menschen auf schwere äußere Belastungen im Allgemeinen mit entsprechend schützenden Verhaltensweisen reagieren, dann können
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auch für Menschen mit der Diagnose ›geistiger Behinderung‹ die Dynamiken des
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traumatischen Erlebens angenommen werden. Menschen mit Behinderungen unterliegen zusätzlich einer erhöhten Vulnerabilität.
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Über Auffälligkeiten im Verhalten lassen sich Vermutungen darüber anstellen,
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wie stark die Belastung war und auch immer noch ist. Jedoch lassen sich über die
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Verhaltensweisen keine Rückschlüsse auf das Erlebte ziehen. Die auffälligen Verhaltensweisen ordnet Feuser (1995) als entwicklungslogische Reaktionen auf isolierende Bedingungen ein. »Der genaue lebensgeschichtliche Zusammenhang
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kann nur in einem tiefgehenden, auf das Individuum bezogenen Verstehensprozess erfolgen« (Zimmermann 2012, S. 13).
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Ansätze und Ideen für eine Traumapädagogik in der
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Behindertenhilfe
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Die traumapädagogische Ausrichtung einer Einrichtung lässt sich, neben strukturellen Notwendigkeiten, besonderen Fördermöglichkeiten und Methoden insbesondere über eine Haltung beschreiben. Für die stationären Einrichtungen der
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Kinder- und Jugendhilfe hat der Fachverband Traumapädagogik ausgehend von
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der traumapädagogischen Haltung die konzeptionellen und strukturellen Standards beschrieben (Lang et al. 2013). Für die Behindertenhilfe steht die Entwicklung eben solcher Standards noch aus.
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Über die Haltung hinaus führt die Zusammenstellung von unterschiedlichen
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Methoden, Ansätzen und Konzepten zu einem umfassenden Repertoire von Möglichkeiten, um mit den zu betreuenden Menschen Beziehungen zu gestalten und sie
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darin zu unterstützen, einen Zugang zu innerer Stabilität und eigenen Ressourcen
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zu erhalten. Beispielsweise werden in der ›Vitos Heilpädagogischen Einrichtung
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Riedstadt‹ neben der Traumapädagogik der Ansatz der »Entwicklungsfreundlichen
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Beziehung« nach Dr. Barbara Senckel, die Methode »Marte Meo« nach der Erziehungsberaterin Maria Aarts, das in North Carolina entwickelte »TEACCH Konzept
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zur Behandlung und pädagogischen Förderung autistischer und in ähnlicher Weise
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kommunikationsbehinderter Kinder«, die Methoden und Möglichkeiten der Partizipation über die »Unterstützte Kommunikation« und das Konzept des Professionellen Deeskalationsmanagements »ProDeMa« angewendet.
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Traumapädagogisches Arbeiten mit Menschen mit einer Behinderung
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So unterschiedlich wie die Personengruppe der Menschen ist, die über die Behindertenhilfe betreut werden, so unterschiedlich sind ihre Bedürfnisse. Dennoch
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