2026-001/documents/handbuch-traumapaedagogik/pages/017.md

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Überblickskapitel zu verschiedenen Aspekten der Psychotraumatologie wird von
Silke Birgitta Gahleitner und Wilma Weiß abgerundet durch eine systematische
Rahmung der verschiedenen Arbeitsfelder unter dem Titel »Arbeitsfelder zur Unterstützung bei traumatischen Belastungen«.
Der sechste Abschnitt »Aktuelle Entwicklungen« bespricht Thematiken, die bis
hierher im Rahmen des Handbuchs nicht angesprochen werden konnten. Eines dieser Themen ist die Forschung. Empirisch basierte Qualitätssicherung wird in der
Kinder- und Jugendhilfe zunehmend mehr Bedeutung beigemessen, sie stellt jedoch
ein komplexes Unterfangen dar. Jugendhilfeprozesse sind mit ihren Adressat*innen,
deren Biografien, Lebenslagen, Lebensstilen, Wünschen, Werten, Absichten, Gefühlen und Wirklichkeiten kurz Sinnstrukturen schwer einzufangen. Entlang dieser
Überlegungen geben Silke Birgitta Gahleitner, Wolfgang Brandstetter Heiner van Mil,
Marc Schmid und Martin Schröder in ihrem Beitrag »Forschung und Qualitätssicherung« einen Einblick in das Forschungsfeld der Traumapädagogik und veranschaulichen es an einer konkret durchgeführten Evaluation einer Traumapädagogikschulung in einer Münchner Einrichtung. Zentral für das Vorantreiben der Entwicklungen
und Erkenntnisse in der Traumapädagogik sind zudem die Diskussionen in den
Erziehungsverbänden, wie der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen
(IGfH) als Herausgeber von »Philipp sucht sein Ich. Zum pädagogischen Umgang
mit Traumata in den Erziehungshilfen« (Weiß, 1. Auflage 2003, 10. Auflage 2024)
und dem Evangelischen Erziehungsverband e. V. sowie die Arbeit in zugehörigen
Fachverbänden. Neben einigen deutschsprachigen und deutschen Fach­verbänden
zu psychosozialer und psychotherapeutischer Traumaarbeit aus einer breiteren Perspektive wie der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)
und der Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung (GPTG) hat sich der »Fachverband Traumapädagogik e. V. Das Netzwerk für
Traumapädagog*innen und Expert*innen« (FV TP) ausschließlich auf die Weiterentwicklung und Verbreitung traumapädagogischer Inhalte fokussiert, denn »Traumapädagogik kann man nicht alleine machen«, vorgestellt von Heiner van Mil und
Thomas Wahle. Ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von Standards und
Kompetenzprofilen für Ausbildung und Praxis war die Erarbeitung traumapädagogischer Standards in der Kinder- und Jugendhilfe. Unter dem Titel »Die Entwicklung der traumapädagogischen Standards. Ein Meilenstein in der stationären Erziehungshilfe« werden die darin enthaltenen entwicklungsfördernden Aspekte von
Claudia Schirmer und Jacob Bausum dargestellt.
Auch wenn es mittlerweile zahlreiche Online-Publikationen zur Traumapädagogik gibt, möchten wir sie auch in Printform erhalten.
Schlehdorf, Frankfurt, Berlin im Januar 2025
Wilma Weiß, Tanja Kessler und Silke Birgitta Gahleitner
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