2026-001/documents/handbuch-traumapaedagogik/pages/015.md

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blick über »Zwangsmigration und Traumatisierung«. Migration bedingt nicht
zwangsweise Flucht, und Flucht ist nicht ausreichend erklärt von Erwägungen zur
Migration. Daher war es uns ein Anliegen, zusätzlich das Thema »Unbegleitete
junge Geflüchtete in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe« von Claudia Menesch und Mirja Keller aufzunehmen. Wenn es möglich ist, einen familienähnlichen Rahmen insbesondere für kleinere Kinder herzustellen, tritt das Pflegewesen
in Aktion. Martin Janning beleuchtet »Pflegekindschaft: Chancen für traumatisierte Kinder in neuen Eltern-Kind-Beziehungen«. Anknüpfend an die Gedanken zu
Heil- und Sonderpädagogik als wichtiger Quelle traumapädagogischer Wissensbestände ergänzt Tanja Kessler mit ihrem Beitrag »Behindert uns nicht! Ansätze,
Ideen und Entwicklungsaufgaben für eine Traumapädagogik in der Behindertenhilfe« diese breite Entfaltung der verschiedenen Arbeitsfelder. Nicht fehlen dürfen
hier die Handlungsfelder Psychiatrie und Jugendamt: Miriam Weber, Christopher
Kahmen, Irène Koch, Nadja Brandenberger, Katharina Purtscher-Penz, Andrea
Schober, Bettina Breymaier, Marc Schmid und Martin Schröder beleuchten »Kinder- und Jugendpsychiatrie« als »einen möglichst sicheren Ort durch traumapä­
dagogische Haltungen«, und Harald Britze widmet sich zusammen mit Marie Fingerhut dem Thema »Traumapädagogische Angebote. Ihre Bedeutung in den Hilfen
zur Erziehung für die Fallsteuerung durch das Jugendamt«.
Der vierte Abschnitt »Methoden der Traumapädagogik« ist nur verständlich auf
dem Boden der bereits mehrfach eingebrachten ethisch fundierten Grundhaltung.
Voraussetzung jedes adäquaten methodisch gelungenen Interventionsprozesses ist
jedoch vor allem ein umfassendes diagnostisches Verstehen. Unter dem Titel »Traumapädagogisch diagnostisches Verstehen« geben Andrea Basedow, Silke Birgitta
Gahleitner und Wilma Weiß Anregungen, wie ein solcher Verstehensprozess gelingen und zu einer adäquaten Hilfeplanung führen kann. Von der Bedeutung bindungsorientierten Wissens war bereits die Rede. In seinem Beitrag »Bindung und
Trauma. Co-Regulation und Selbstregulation Die äußere und die innere Welt korrigierender Beziehungserfahrungen« bereitet Thomas Lang die bindungstheoretischen Wissensbestände für die Praxis auf. Voraussetzung dafür sind wiederum
mehr noch in praktischer Hinsicht als aus theoretischer Perspektive die Kenntnis
von und ein gekonnter Umgang mit traumatischen Übertragungsdynamiken. Tanja
Kessler gibt dazu wichtige Anregungen unter dem Titel »Diese Wut, die mich immer
wieder einholt. Methodisches zur Arbeit mit traumatischer Übertragung und der
Gegenreaktion«. Vor dem Hintergrund des Wissens um Bindung und Übertragung
und in Bezug auf den Grundsatz der Selbstbemächtigung beleuchtet Wilma Weiß
das methodische Vorgehen ausführlich in »Die Pädagogik der Selbstbemächtigung.
Eine traumapädagogische Methode«. Beate Rohrer, Anna Krimmer und Pia Andreatta beschreiben anschließend »Die unheilvolle Verflechtung von Trauma und
Schuld«. Nicht selten wird vergessen, dass man es in der stationären Kinder- und
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