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Hochuli Freund
31.7.17 S. 159
›Kooperative Bedarfsermittlung‹ und Weiterentwicklung des Wohnbereichs
kung von Frau Lembo war eine Familienhilfe eingesetzt. Zudem wandte sich die Mutter von Frau Lembo zu Erziehungsfragen ratsuchend an das Jugendamt. Nach der Schule besuchte Frau Lembo eine berufsvorbereitende Einrichtung und begann danach eine Arbeitsstelle in geringem Umfang auf dem ersten Arbeitsmarkt bei einer Reinigungsfirma, die von der Mutter vermittelt wurde. Ihren Lebensunterhalt finanziert sie zusammen mit ihrer Mutter. Zur Verbesserung ihrer Leistungen in Mathematik und Deutsch besucht Frau Lembo seit Anfang des Jahres regelmässig einen Wochenendkurs. Frau Lembo hat einen festen Freund und ein paar Freundinnen und Freunde, mit denen sie immer wieder etwas unternimmt. An den Wochenenden geht sie gerne mit Hunden aus dem Tierheim spazieren. Ergebnis Die Abklärungen mit Hilfe der verschiedenen Instrumente haben Folgendes ergeben: Maria Lembo ist eine 20-jährige Frau • mit einer Lernbehinderung an der Grenze zur geistigen Behinderung und einem emotionalen Entwicklungsrückstand, • die grosse Schwierigkeiten mit komplexeren Sinnzusammenhängen hat und nur greifbare, lebensnahe Inhalte, zu denen sie einen direkten Bezug hat, zu verstehen scheint, • mit einer schwierigen Familiengeschichte (Gewalt, Frauenhaus, Jugendamt), die die Trennung ihrer Eltern als besonders einschneidendes Erlebnis ansieht, das sie auch aktuell immer noch sehr beschäftigt und belastet, • mit einer engen, aber teilweise auch schwierigen Beziehung zur Mutter, einem negativen bzw. unklaren Verhältnis zum Vater, die ein sehr kleines Beziehungsnetz ausserhalb der (Gross-)Familie benennt, • die angibt, viele praktische Tätigkeiten mit Hilfe ihrer Mutter erledigen zu können, • nicht gerne alleine ist und den Eindruck vermittelt, sich wenig mit sich selbst und ihren Themen auseinandersetzen zu wollen oder zu können und • die keine konkrete Vorstellung von ihrer Zukunft hat und im Gegensatz zum Anliegen der Mutter keinen Wunsch hat, von zu Hause auszuziehen. Auf Grund theoriebasierter Fallüberlegungen3 wird von folgender Arbeitshypothese ausgegangen:
3 Für die Erklärung beigezogene Theorien: Resilienz (Schutz- und Risikofaktoren), Systemökologische Entwicklungstheorie nach Bronfenbrenner, Kognitive Entwicklungstheorie nach Piaget, Traumatisierung.
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