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Abb. 18: Beispiel einer Netzwerkkarte
Die Netzwerkkarte ist wenig standardisiert und kann auch kreativ
ausgestaltet werden. Neben der üblichen Papier- oder elektronischen Form
können beispielsweise Figuren (vgl. Cassée 2019:218) oder auch
Billardtisch und -kugeln eingesetzt werden, u. a.m. Einige Autoren
versuchen, mittels einer Formel die Netzwerkdichte zu ermitteln, die als
relevante Größe für die Beurteilung der Funktionalität von Netzwerken
angesehen wird (vgl. Pantuček-Eisenbacher 2019:197 ff.). Hier ist kritisch
anzumerken, dass Netzwerkkarten die momentane subjektive Sicht eines
Klienten repräsentieren und somit eine wichtige, aber auch einseitige
Perspektive aufzeigen, die sich bei Befragung weiterer Beteiligter durchaus
verändern könnte. Zudem berücksichtigt die Netzwerkdichte die Verteilung
im gesamten Netzwerk nicht, was zu Fehlschlüssen führen könnte. Deshalb
ist die ermittelte Netzwerkdichte mit Vorsicht zu interpretieren.
Die Netzwerkkarte ( Abb. 18) stellt aus unserer Sicht eine wichtige
Analysemethode dar, welche das soziale Beziehungsnetz aus Sicht eines
Klienten aufzeigt. Durch die gemeinsame Arbeit an der Netzwerkkarte
(erstellen und auch gemeinsam auswerten) wird zudem die
Arbeitsbeziehung gleich zu Beginn eines Unterstützungsprozesses
gefördert. In Kombination mit andern Analysemethoden ermöglicht die