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Hochuli Freund
31.7.17 S. 262
Teil 3 Fallarbeit mit KPG
Bei zwei weiteren Personen bestand die Problematik, dass sie wenig bei der eigentlichen Frage blieben. Sie tendierten dazu, auszuschweifen und sehr detailreich zu erzählen. Zu Beginn empfand ich dies als nicht zielführend. Auch hier
habe ich in eine engere Gesprächsführung gewechselt. Dennoch war es schwierig und ich befand mich in einem Dilemma. Ich wollte die Erzählenden nicht
unterbrechen, stand aber gleichzeitig unter Zeitdruck. Einerseits, weil nebenbei
der normale Arbeitsalltag lief, andererseits, weil ich noch einige weitere Gespräche vor mir hatte. Die Situationserfassung habe ich mir einfacher und weniger
zeitaufwändig vorgestellt, als sie dann tatsächlich war.
2.2
Prozessschritt Analyse
Vorüberlegungen, Planung
Weil ich in der Situationserfassung hauptsächlich Stichworte gesammelt habe,
entscheide ich mich für eine pragmatische Analysemethode. Am geeignetsten
finde ich ein Notationssystem. Da die meist erwähnten Freizeitbereiche abgedeckt werden sollen, finde ich eine quantitative Auswertung angemessen. Der
Vorteil einer quantitativen Analyse ist in meinem Fall der Zeitfaktor. Da ich
auf Grund der zeitlichen Dimension so bald wie möglich mit dem Projekt beginnen möchte, ist diese Methode optimal. Mit einer Kategorisierung der Begrifflichkeiten und anschliessender Auswertung, werden die gewonnen Erkenntnisse strukturiert. Dieser Arbeitsschritt wird ohne Kooperation auf den Ebenen
der Klientel oder anderer Fachkräfte durchgeführt. Die Bewohnerinnen und Bewohner zu involvieren, macht meines Erachtens keinen Sinn, da der Einbezug
keine neuen Ergebnisse mehr liefern würde. Weiter wäre der Aufwand zu gross.
In einem späteren Schritt werden die Bewohnerinnen und Bewohner über die
Ergebnisse informiert und bei der Ausführung des Projekts besteht die Möglichkeit, mir Rückmeldungen zum Angebot zu geben.
Umsetzung
Meine Analysemethode und Datenerhebung habe ich wie folgt umgesetzt:
Zuerst mussten die Notizen in eine übersichtliche Darstellung gebracht werden. In einem Dokument habe ich Zimmernummern sowie Aussagen festgehalten. Wurden nebst der Tätigkeit noch weitere wichtige Aussagen gemacht, wurden auch diese festgehalten (z. B. »Das kann ich nicht mehr
wegen der Augen.«). In einem weiteren Schritt habe ich begonnen, die Stichworte nach Kategorien zu sortieren. Mit verschiedenen Farben wurden die
Worte auf der Liste markiert. Um die Liste etwas übersichtlicher zu gestalten, sind als erstes Tätigkeiten markiert worden, die im Rahmen des Projekts
nicht möglich sind. Danach habe ich Aussagen kategorisiert, welche sich Bewohnerinnen und Bewohner vorwiegend wegen der Sehbeeinträchtigung
nicht mehr zutrauen. Nach und nach sind Kategorien entstanden wie Kunst,
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