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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 33
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Anforderungen an professionelles Handeln
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Possehl stellt fest, dass es in der Sozialen Arbeit schon sehr lange – und sehr
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viele – Phasenmodelle gibt. Er vergleicht einige miteinander und fasst sie zu seinem Vorschlag der »Beurteilung der Situation mit Beschluss« zusammen (vgl.
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2009:122f.) Das Modell (siehe Abb. 4) ist grafisch anders dargestellt als es tatsächlich gedacht ist, nämlich zirkulär und zur flexiblen Handhabung (vgl.
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ebd.:125–127). Die Abbildung vermittelt jedoch einen eher statischen und technischen Eindruck, und es bleibt unklar, weshalb der Entscheidung als eigene
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Phase ein so hoher Stellenwert beigemessen wird, zumal bei jedem Schritt Entscheidungen getroffen werden müssen. Kooperation, Koproduktion, Grundhaltung und selbst die Strukturmerkmale werden von Possehl nicht wirklich berücksichtigt.
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1. a. Auftrag
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b. Problemwahrnehmung
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2. Situationsanalyse,
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Problemanalyse,
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Lageanalyse
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3. Zielbestimmung
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4. Lösungsmöglichkeiten,
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Alternativplanung
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5. Entscheidung,
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Entschluss
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6. Durchführungsplanung,
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Interventionsplanung
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7. Durchführung,
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Realisation
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8. Erfolgskontrolle,
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Evaluation
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Abb. 4: Phasenmodell (in: Possehl 2009:23)
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Von Spiegel gibt einen Werkzeugkasten an die Hand, der als Rahmengerüst mit
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verschiedenen Methoden und Bausteinen gefüllt werden kann (siehe Abb. 5).
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Sie benennt fünf Handlungsbereiche zu denen es vier Planungstypen gibt, je
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nachdem ob es um die Gestaltung alltäglicher Situationen, Projekte oder um
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konzeptionelle Arbeiten geht (vgl. 2013:105-107). Die Kompetenzen und die
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Grundhaltung werden berücksichtigt, auch wenn diese nicht umfassend grafisch einbezogen werden. Hervorzuheben ist, dass mit dem Werkzeugkasten
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sehr viele praktische Arbeitshilfen zur Verfügung gestellt werden, die dabei helfen können den eigenen Kompetenzstand einzuschätzen und die jeweiligen Aufgaben in den Handlungsbereichen umzusetzen.
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Das Modell von Cassée (Abb. 6) ist gestalterisch gelungen und enthält die
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wichtigsten Kompetenzen als Handlungsschritte, lediglich die Kooperation und
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Koproduktion sind nicht explizit integriert. Zu bemängeln ist eine begrenzte
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Bezugnahme auf theoretische Grundlagen und Grundhaltung. Die Methodik ist
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