2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/608.md

1.9 KiB
Raw Blame History

orientiert sich an unseren Auftraggeberinnen, für die wir mit einem multiprofessionellen Team gruppenpädagogische Angebote, schulische Förderung, Sport- und Kreativangebote bereithalten. Dabei fordern die vielseitigen Problemlagen Mut und Kreativität heraus, um vertraute Wege zu verlassen und neue zu erproben. Pro JuLe begann 1996 mit drei Angebotssäulen: Tagesgruppe, sozialer Gruppenarbeit und Erziehungsbeistandschaft. In engen inhaltlichen wie zeitlichen Strukturen wurde Einzel- und Gruppenarbeit im Rahmen eines Wochenplanes durchgeführt. Der Bereich Familien- und Elternarbeit wurde vor allem aus der Sicht der individuellen Problemlage des Kindes betrachtet. Mittlerweile sind diese engen Strukturen flexibleren, durchlässigeren und differenzierteren Angeboten gewichen. Die Praxis lehrte uns, dass es unabdingbar ist, den sozialen Raum der Kinder und Jugendlichen Familie, Schule, Freizeitbereich aktiv in den Hilfeprozess einzubeziehen. Dort entstehen die Problemlagen, und nur dort können letztendlich Lösungen gefunden werden. Unser Arbeitsansatz beruht auf dem Gedanken, dass die verschiedenen Angebote für das einzelne Kind nur dann erfolgreich sein können, wenn sie auch langfristig in den jeweiligen Lebensbereichen verankert sind. Unter diesem Aspekt betrachtet, ist Schule für uns ein bedeutsamer Partner. Eine Vernetzung von Schule und Pro JuLe wird sichtbar in der gemeinsamen Elternarbeit, der individuellen Fallarbeit und dem Erstellen differenzierter Hilfepläne. Weitere Möglichkeiten inhaltlicher Begegnung sind gemeinsame Bildungsveranstaltungen zu uns verbindenden Themen, z. B. Hyperaktivität bei Kindern. Schulische Förderung des einzelnen Kindes hat nur in Abstimmung mit der Schule Sinn. Individuelle Veränderungen im Verhalten eines Kindes können nur dann in das System integriert werden, wenn auch die anderen Mitglieder des Systems zu Veränderungen bereit sind. Deshalb ist es für uns wichtig: