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Systemische Soziale Arbeit konkret: Die Vernetzung verschiedener Teilsysteme des Unterstützungssystems

Im ersten Kapitel wurde mithilfe des Fallbeispiels aus dem Lehrvideo der Esslinger Projektgruppe (Ritscher et al. 2002) demonstriert, was in diesem Kapitel theoretisch entwickelt und begründet wurde. Systemische Soziale Arbeit hat es immer mit Beziehungen auf den unterschiedlichsten Ebenen zu tun. Auf der Ebene der Handlungsbereiche werden Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit, Arbeit in sozialen Organisationen und Supervision miteinander verknüpft. Im engeren Unterstützungssystem finden sich Auftraggeberinnen, professionelle und ehrenamtliche Helferinnen und die sie beauftragende soziale Organisation zusammen. Im erweiterten Unterstützungssystem werden durch das Case-Management der Sozialarbeiterin alle für Auftraggeberinnen und ihre Problembeschreibungen wichtigen Systeme miteinander verbunden. Im Verlauf des Hilfeprozesses werden unterschiedliche Hilfeformen, Maßnahmen und Settings in einen produktiven Zusammenhang gebracht. Mikrosysteme, Mesosysteme, Problembeschreibungen und Problemlösungsschritte werden im Unterstützungssystem integriert und alle dafür wichtigen Systeme aus der Lebenswelt der Auftraggeberinnen mit „in das Boot“ geholt. Sozialarbeit folgt den Figuren des „Beziehungstanzes“ (Bateson 1982, S. 22), durch den sich soziale Wirklichkeiten gestalten. Zu einer abschließenden Illustration dieser Vernetzungsperspektive der systemischen Sozialen Arbeit greife ich auf ein Beispiel aus der familienorient-systemischen Heimsozialarbeit zurück (siehe Sozialpädagogisches Institut im SOS-Kinderdorf e. V. 2000). Das Haus Leuchtturm im SOS-Kinderdorf Ammersee ist als „heilpädagogische Kinderwohngruppe mit Sozialtherapie“ definiert (Taube 2000, S. 46). Hier leben im Rahmen einer