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5.4.2 Auftragsorientierung und ihre Realisierung durch Auftragsklärung und Hilfeplan Die Auftragsorientierung ist in der Sozialen Arbeit und der Systemtherapie gleichermaßen wichtig. Sie bildet eine der vielen theoretischen und praktischen Brücken, über die beide Seiten in dem Konzept der systemischen Sozialen Arbeit zusammenkommen. Im Kontext der systemischen Metatheorie lässt sich die Auftragsorientierung aus dem Theorem der Selbstorganisation von Systemen ableiten. Wenn Subjektsysteme und soziale Systeme, z. B. Familien, gemeinsam mit der Sozialarbeiterin einen Unterstützungsauftrag aushandeln, kann man davon ausgehen, dass dieser zu ihren internen Strukturen passt und deshalb mehr ihre Veränderungs- als ihre Beharrungstendenz anspricht. Erfolgreiche Soziale Arbeit mit dem ganzen System erfordert ein Bündnis mit seiner Veränderungstendenz. Die Auftragsorientierung hat zur Folge, dass sich die Sozialarbeiterin auf die Welt und die Sprache der Adressatinnen ihrer Arbeit einlassen und deren Wirklichkeitsbeschreibungen ernst nehmen muss. Im Kontext des Empowerment-Ansatzes lässt sich noch eine weitere Begründung finden. Ihm zufolge ist es das Ziel Sozialer Arbeit, ihre Adressatinnen zu bemächtigen, ihr Leben in die eigene Hand zu nehmen. Der gemeinsam ausgehandelte Auftrag ist ein Symbol dafür, dass sie diese Fähigkeit bei sich selbst entdecken können und sie ihnen auch seitens der Sozialarbeiterin zugetraut und zugebilligt wird. In diesem Sinne schlage ich vor, den bisher im Bereich von Sozialer Arbeit, Therapie und Beratung verwendeten Begriff der Klientin bzw. des Klienten durch den der Auftraggeberin bzw. des Auftraggebers zu ersetzen. Klient hat schon vom lat. Wortursprung her eine eindeutig paternalistisch-kurative Bedeutung: clientes waren die Wähler der sich um Ämter der res publica bewerbenden Patrizier, die ihren von ihnen abhängigen Wählern dafür Schutz und Privilegien versprachen. Wenn die mit Sozialer Arbeit in Kontakt kommenden Personen noch nicht als Auftraggeberinnen bezeichnet werden