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5.2.4 Integration statt Ausgrenzung Systemisches Denken ist ökologisches Denken (siehe 2.2), systemische Sozialarbeit ist zugleich ökologische Sozialarbeit (vgl. Wendt 1990). Die ökologische Betrachtung der Welt macht zwar Grenzen sichtbar, weist aber auch auf die direkten oder indirekten Austauschbeziehungen zwischen allen Systemen unseres Globus hin, die sie zu einem universellen „Lebensnetz“ (Capra 1996) verknüpfen. Mit dieser Perspektive ist die Ausgrenzung von spezifischen Bevölkerungsgruppen aufgrund kultureller Merkmale unvereinbar. Soziale Arbeit hat die Aufgabe, Ausgrenzung entgegenzuwirken, von der gerade ihre Adressatinnen besonders bedroht sind. Integration erfordert zugleich, die Unterschiede zwischen Bevölkerungsgruppen, Menschen, Subkulturen und spezifischen Lebenswelten zu erhalten und zu fördern. Denn sie kommen letztlich dem gesamtgesellschaftlichen System als Entwicklungsimpulse zugute. Die Lebenslage eines allein erziehenden Elternteiles z. B. erfordert in vielen Fällen eine Ganztageseinrichtung. Diese kommt aber auch den Müttern und Vätern der klassischen Zweielternfamilien zugute, die dadurch in ihrer beruflichen Entfaltung unterstützt werden. Oder: Die einzelnen ethnischen Gruppen einer multikulturellen Gesellschaft pflegen weiterhin intensive kommunikative Beziehungen zu ihren Herkunftsländern. Das fördert auch den wirtschaftlichen, kulturellen und wissenschaftlichen Austausch, der im Zuge der Globalisierung unumgänglich ist.