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Raw Blame History

Zielen zu stabilisieren (die Psychoanalyse spricht in diesem Zusammenhang von „Regression“ Balint 1972). Die beiden letzten Möglichkeiten machen aus einer situativen Krise eine chronifizierte strukturelle Krise mit ernsten Folgeproblemen. Das Modell des Paar- und Familienlebenszyklus hat seine Entsprechung im Modell des persönlichen Lebenszyklus, das von Erik H. Erikson entwickelt wurde (Erikson 1973). Beide Modelle lassen sich zusammen denken, da sich das systemische Wachstum nur in Interaktion mit dem persönlichen Wachstum der einzelnen Mitglieder des Systems vollziehen kann (vgl. Satir 1989). Die Dynamik der Beziehungen wird in allen Phasen durch die unter 2.4.3.2.3.2 beschriebenen Dimensionen organisiert. Bestimmte Strukturen entfalten in einzelnen Phasen eine besondere Kraft, andere treten in den Hintergrund. Zum Beispiel prägt „Nähe vs. Distanz“ die Phasen 1 und 4, „Abhängigkeit vs. Unabhängigkeit“ finden wir besonders in Phase 2, „zentripetale vs. zentrifugale Systemkräfte“ gewinnt in Phase 4 gestaltende Macht, „Loyalität“ ist besonders für die Gestaltung der letzten drei Phasen von besonderer Bedeutung. „Konflikt vs. Harmonie“ durchzieht hingegen alle fünf Phasen als grundlegende Dimension. Das Phasenmodell hat seine theoretische Schwäche dort, wo es einen folgerichtigen und systematischen Ablauf von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft und die Aufeinanderfolge von jeweils abgeschlossenen Phasen suggeriert. In der Realität von Beziehungsprozessen dagegen gehen Phasen ineinander über, vermischen sich, werden übersprungen oder auch nicht zum Abschluss gebracht. Eine Beobachtung ohne die theoretische Vorentscheidung für das nachfolgend beschriebene Modell wird zu anderen Ergebnissen kommen. Meines Erachtens ist es jedoch hilfreich, weil es die