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regenerierende, sozialräumlich abgegrenzte Nische anbieten, in der durch nahe Beziehungen ein Gegengewicht zu Rationalität, Rastlosigkeit und Leistungsanforderung der beruflichen bzw. öffentlichen Umwelt geschaffen wird. Dazu gehört auch die Idee einer exklusiven psychosozialen und sexuellen Intimität der Eltern. Dass diese Idee von Anfang an in der Realität durchbrochen wurde, hat der Popularität dieses Ideals in keiner Weise geschadet. Treue in der Beziehung ist immer noch eine wichtige Norm. Wird sie grundsätzlich oder über einen längeren Zeitraum hinweg infrage gestellt, erfolgt meistens die Trennung. Was sich in der Postmoderne geändert hat, ist nicht der Bestand der Treuenorm, sondern ihre staatlich und kirchlich erzwungene Realisierung in der Institution einer lebenslangen Ehe. Heute hat weder die offizielle Forderung nach einer lebenslangen Ehe noch nach einer lebenslangen Ehe einen für alle Menschen verbindlichen Charakter. Nichteheliche Beziehungen sind kulturell akzeptiert, genauso wie die durch Trennung und Scheidung interpunktierte Aufeinanderfolge mehrerer Partnerschaften. Es lässt sich sogar ein kultureller Paradigmenwechsel feststellen: Lebensziel ist nicht mehr ein prinzipieller Erhalt der Institution Ehe, sondern des Liebesgefühls in der Ehe. Als dessen Folge zeichnet sich „die allmähliche Auflösung der Ehe durch die Liebe“ ab (Schenk 1987). Die mit dem Liebesideal für die Beziehung zwischen den Eltern sowie den Eltern und Kindern verbundenen Ansprüche führen nicht selten zu einer Idealisierung der Familiennische und der individuellen Ansprüche auf Harmonie, Frieden und Glück. Sie sind im Alltag nicht einlösbar und bleiben nur wenigen Augenblicken des Beziehungslebens vorbehalten. Vor solchen Idealen verblasst dann die Erkenntnis, dass allein schon die Bewältigung des Erziehungsalltags mit kleineren Kindern in Kombination mit Sicherung des familiären Lebensunterhalt eine enorme Leistung beider Elternteile darstellt.