2026-001/documents/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/079.md

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Abb. 12: Die Verbindung von Anklagen und Ablenken zu einem Beziehungsmuster In den Mustern „Anklage/Rationalisieren“ und „Anklage/Ablenkung“ stecken einige Möglichkeiten, die Anklägerin relativ schnell auszuhebeln. In beiden Fällen erreichen ihre Attacken ihr Ziel nicht, weil die Kontrahentinnen auf einer je anderen „Welle“ kommunizieren. Im ersten Fall wird für die Inhalte der Anklagen eine rationale Begründung eingefordert, die die Anklägerin gar nicht geben kann, denn sie verhält sich nicht im Kontext der Ratio, sondern der überbordenden Gefühle. Im zweiten Fall kämpft die Anklägerin gegen eine Gummiwand. Jede anklagende Benennung wird sofort mit einem Wort assoziiert, das mit dem Sachverhalt der Anklagen nichts zu tun hat. Wirft ein Ankläger seiner Frau vor, dass das Essen versalzen ist, kann sie zurückfragen, warum er gestern Abend nicht pünktlich zum Essen nach Hause gekommen ist. Geht er darauf ein, gerät er in die Rolle des Schuldigen, geht er nicht darauf ein, kann sie ihm viele Motive für seine Unpünktlichkeit unterstellen; so sitzt er in der Rechtfertigungsfalle.