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Die Entwicklung der traumapädagogischen Standards
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in alltäglichen Situationen versuchen, ihre traumatischen Erfahrungen zu bewältigen, benötigen die pädagogischen Fachkräfte notwendigerweise psychotraumatologische Kenntnisse und ein Wissen um die zum Teil schwer auszuhaltenden
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Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene (Schirmer 2011). Professionelles Handeln ist reflektiertes Handeln. Um einen Status der Professionalität immerfort zu halten, ist es unumgänglich, dass das pädagogische Handeln fortwährend von den pädagogischen Fachkräften reflektiert wird.
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Der Machtüberhang in jeglichen Erziehungsprozessen bildet stets eine Gefahr
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für Entwürdigungsprozesse. Bei Entwürdigung sollten wir nicht in erster Linie an
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massive Gewaltsituationen denken, sondern auch an unterschiedliche Beziehungserfahrungen von jungen Menschen, die sich in ihrer Not nicht verstanden
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fühlen und für ihre Verhaltensweisen und Bedürfnisse Zurückweisung und Entwertung erfahren. Neben der Notwendigkeit, in Institutionen für die Mitarbeiter*innen haltgebende und gesunde Strukturen zu schaffen, benötigen die Fachkräfte für eine faire Grenzsetzung und Verständigung mit den Kindern eine innere
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Auseinandersetzung mit ihren Gefühlen von Ohnmacht, Scham, Verletzt-sein,
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Angst und Wut. Nur wenn sie selbst die innere Entstehung und persönliche Bedeutung dieser Gefühle kennen, werden sie mitfühlend verstehen lernen (Dörr
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2013).
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Die ethische Grundhaltung der pädagogischen Fachkräfte weiterzuentwickeln,
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liegt in der Verantwortung von Ausbildungsinstitutionen und in der Verantwortung der anstellenden Institutionen. Ein solcher Lernprozess erfordert neben zeitlichen Ressourcen in besonderer Weise die Schaffung von fachlichen und geschützten persönlichen Lernorten. Professionelles pädagogisches Handeln setzt
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eine fortwährende fachliche und ethische Reflexion voraus, sodass ungünstige,
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einseitige Zuwendung, Übertragungen ungünstiger Beziehungsmuster sowie unreflektierte Erziehungsstrategien einer »Wenn-dann«-Pädagogik vermieden werden. Dabei sollte stets erkennbar sein, dass pädagogisch qualifiziertes Handeln in
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erster Linie reflektiertes Handeln ist und nicht zu verwechseln mit stets richtigem
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Handeln.
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Die Traumapädagogik und die traumapädagogischen Standards stehen für eine
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ethisch verantwortete Pädagogik und können insofern aus drei Gründen als ein
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Meilenstein in der Heimerziehung gewertet und damit auch als ein Paradigmenwechsel bezeichnet werden:
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• Einbeziehung der pädagogischen Fachkräfte: Das pädagogische Konzept des sicheren Ortes greift in einer bisher unvergleichlich umfassenden Weise die Verwobenheit von Kindern, pädagogischen Fachkräften und institutionellen Strukturen auf und fordert konsequent für die Umsetzung des pädagogischen
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Konzeptes die Einbeziehung der Mitarbeiter*innen, Strukturen und Prozesse in
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den Organisationen ein. Es geht um eine wertgeleitete Organisations- und Personalentwicklung.
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