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Trauma und Körper
temperatur oder auch Schweißproduktion (Heller/LaPierre 2012). Die Regulierung dieser Körperfunktionen geschieht über den Sympathikus und den Parasympathikus. Diese beiden Zweige unseres ANS arbeiten in vielerlei Hinsicht
spiegelbildlich zusammen. Der Sympathikus wird mitunter auch als das Gaspedal
unseres Nervensystems bezeichnet. Er erhöht unsere Aufmerksamkeit, gibt uns
Energie für unsere Handlungen und aktiviert den Körper bei Bedrohungen. Das
Sympathische Nervensystem
• erhöht unseren Herzschlag, die Atmung und den Blutdruck;
• leitet Blut in unsere Muskeln, um schnellere und kräftigere Bewegungen zu ermöglichen;
• verengt die Blutgefäße und leitet das Blut von den äußeren Hautschichten ab,
um den Körper auf Verletzungen vorzubereiten;
• erweitert die Pupillen und schärft die Augen;
• lässt die Körperhaare aufrichten und
• erhöht die Schweißproduktion.
Der Parasympathikus wird als Gegenspieler zum Sympathikus als Bremspedal bezeichnet. Er hilft uns beim Entspannen und ermöglicht eine Entladung der sympathischen Aktivierung. Das Parasympathische Nervensystem
• senkt die Herzfrequenz, den Blutdruck und verlangsamt die Atmung;
• erwärmt unsere Haut und lässt das Blut wieder in die peripheren Adern gelangen;
• verengt unsere Pupillen;
• vermindert die Schweißproduktion;
• regt die Verdauung an.
In einem gesunden Nervensystem befinden sich Sympathikus und Parasympathikus in einer Balance.
Abb. 1: Regulierung eines gesunden Nervensystems (Dinkel-Pfrommer 2010)
Ein resilientes ANS hat gelernt, dass nach jedem »Auf« mit Aufregung und Ladung
auch wieder ein »Ab« mit Entspannung und Entladung folgt (Levine/Kline 2006).