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3.1 KiB
Raw Blame History

428

Verstehen, wie ich ticke

Die Leiterinnen der KiWos berichten begeistert von den Beiträgen der Mädchen und Jungen*. Sie können die Überlebenskraft, die Weisheit der Mädchen* und Jungen* spüren, sich mit ihrer Überlebenskraft verbinden, welch ein Geschenk. Das Gefühl der Ohnmacht, das im Kontext von Traumageschehen immer wieder möglich ist, kann durch das Gefühl der Handlungswirksamkeit und der Verbindung mit Lebenskraft korrigiert werden. Und wenn die Workshops als Voraussetzung immer wieder auch Selbstreflexion verlangen, ist dieses Verlangen auch ein Geschenk: »Lebendig bleiben nur solche Menschen, die die Lust an neuen Erkenntnissen auch über sich selber höher bewerten als die Anerkennung von außen.« (Mitscherlich 2010, S. 26) Letztendlich ist dieses Tun außergewöhnlich sinnstiftend und damit selbststärkend. Das Verlangen nach Sinn sei ein wesentlicher Aspekt des Menschen, »[…], dass der Mensch letzten Endes nur in dem Maße sich verwirklichen kann, in dem er einen Sinn erfüllt draußen in der Welt […]«, der Mensch habe einen Willen zum Sinn, so Viktor E. Frankl (2012, S. 17).

Literatur Andrade, M. (2020). »Hey, ich bin normal«. Expert_innen und Profis im Gespräch über Partizipation in der Jugendhilfe. In: Sozialmagazin 45(12), 3641. Bettelheim, B. (1997). Liebe allein genügt nicht. Die Erziehung emotional gestörter Kinder. Stuttgart: Klett Cotta. Bausum, J. (2016). Das kannst Du meinem Frosch erzählen. Traumapädagogische Fortbildungen für Kinder und Jugendliche. In Weiß/Kessler/Gahleitner. Handbuch Traumapädagogik. Weinheim und Basel: Beltz Juventa. Ebert, A./ Sauerer, A./Pausini, S./Vogel, K. & Weiß, W. (2022). Expert*innen und Profis über Unmöglichkeiten von klassischer Diagnostik und die heilende Kraft des gemeinsamen Verstehens. In: Andreae de Hair, I./ Basedow, A./Gies, H./Haller, K./Köllner, R./Naumann-Schneider, B./ Spelleken-Scheffers, A./Spätling, R./Weihrauch, J.: Traumapädagogisch diagnostisches Verstehen. Standards und Werkbuch für Spurensuche und Fährtenlesen. Weinheim und Basel: Beltz Juventa. S. 47 59. Frankl, Viktor E. (1972/2012). Der Wille zum Sinn. Bern: Huber. Levine, Peter A./Kline, Maggie (2004). Verwundete Kinderseelen heilen. Wie Kinder und Jugendliche traumatische Erlebnisse überwinden können. München: Kösel. Mitscherlich, Margarete (2010). Die Radikalität des Alters. Einsichten einer Psychoanalytikerin. Frankfurt/M.: Fischer Herman, Judith L. (1993). Die Narben der Gewalt. Traumatische Erfahrungen verstehen und überwinden. München: Kindler. Schulz von Thun, F. (2004). Das innere Team in Aktion. Praktische Arbeit mit dem Modell. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt. Van der Kolk, B. (2015). Verkörperter Schrecken. Traumaspuren in Gehirn, Geist und Körper und wie man sie heilen kann. Lichtenau: G. P. Probst. Weiß, W./Sauerer, A. (Hrsg.) (2018). »Hey, ich bin normal!« Herausfordernde Lebensumstände im Jugendalter bewältigen. Perspektiven von Expertinnen und Profis. Weinheim und Basel: Beltz Juventa. Weiß, W. (2024). Philipp sucht sein Ich. Zum pädagogischen Umgang mit Traumata in den Erziehungshilfen. 10. Auflage. Weinheim und Basel: Beltz Juventa