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» … mit einer Ansammlung von Einzelkämpfern«

daher in unterschiedlichen Variationen Feedback- und Reflexionsübungen statt, in denen Kinder und Jugendliche sich gegenseitig Rückmeldungen zu ihrem Verhalten geben. Junge Menschen mit traumatischen Erfahrungen gehen in der Tendenz allerdings eher in die Isolation und ziehen sich zurück, als sich an einem offenen Austausch zu beteiligen und versuchen, über Manipulationen die Kontrolle über die Situation zu bekommen. Diese Dynamik bestimmt dann auch die Feedbackrunden, was nicht selten zur Folge hat, dass die erwachsenen Bezugspersonen in der Moderation an ihre Grenzen kommen und die Kinder und Jugendlichen sich gar nicht oder nur oberflächlich auf die Runde einlassen. Der ursprüngliche Sinn geht dabei dann häufig verloren. Dabei gibt es zahlreiche Konflikte und Spannungen, über die ein offener Austausch notwendig wäre und die Möglichkeiten bieten, dass die Kinder und Jugendlichen sich selbstwirksam in sozialen Kontakten erleben. Zu dieser Dynamik in therapeutischen Gruppen schreibt Irvin Yalom: »Reaktivierung und Ausdruck des unverarbeiteten Affekts allein reichen nicht aus; er muss in ein korrigierendes Erlebnis verwandelt werden. Dazu sind zwei Voraussetzungen erforderlich; (1) Die Gruppenmitglieder müssen die Gruppe als so sicher und unterstützend empfinden, dass sie es wagen, derartige Spannungen offen auszusprechen; (2) das Engagement muß stark genug sein, und es muss ehrliches Feedback gegeben werden, damit eine adäquate Realitätsprüfung möglich wird« (Yalom 2007, S. 52).

Diese beiden Voraussetzungen lassen sich gut auf das pädagogische Arbeiten in Gruppen übertragen. Es liegt in der Verantwortung der erwachsenen Bezugspersonen, dass Reflexions- und Feedbackrunden für alle Teilnehmenden so sicher wie möglich sind. Durch die Moderation muss erreicht werden, dass alle Beteiligten ihre Haltungen und Meinungen zum Ausdruck bringen können, ohne Angst zu haben oder damit andere zu verängstigen. Diese Runden dürfen unter keinen Umständen dazu führen, dass Einzelne an den Pranger gestellt oder auf einen heißen Stuhl gesetzt werden. Die Teilnahme soll nicht über Bestrafungen oder Verstärkerpläne eingefordert werden. Wenn wir ein ehrliches Feedback haben wollen, das die anderen Kinder und Jugendlichen erreicht, dürfen wir keinen Zwang ausüben. Die Gefahr ist zu groß, dass die Kinder und Jugendlichen Rückmeldungen geben, die sich an den Vorstellungen der erwachsenen Bezugspersonen orientieren und dann nur den Sinn haben, die erwachsen Bezugspersonen zu befrieden. Sie werden dementsprechend nicht das Kind erreichen, an das das Feedback gerichtet ist. Die Teilnahme soll ausschließlich zum Selbstzweck der beteiligten jungen Menschen dienen. Sie können von der Teilnahme an regelmäßigen standardisierten Feedback- und Reflexionsrunden viel profitieren. Information über das aktuelle Gruppengeschehen zu bekommen, steigert das Gefühl von Sicherheit. Eigene Gefühle und Meinungen