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» … mit einer Ansammlung von Einzelkämpfern«
Traumapädagogische Gruppenarbeit Es scheint zunächst nicht sehr erfolgreich zu sein, traumapädagogisch in Gruppen zu arbeiten. Groß ist die Wirkmacht von Scham und Tabu. Groß ist die Tendenz, dass sich die junge Menschen mit traumabezogenen Erwartungen und Befürchtungen isolieren. Unauflösbar erscheinen die Geflechte von Triggern, Manipulationen und Übertragungen, in denen sich die Kinder und Jugendlichen und die erwachsenen Bezugspersonen verstricken. Und dennoch, oder gerade deswegen, braucht es eine traumapädagogische Gruppenarbeit. Nicht nur, um der Realität gerecht zu werden, mit der die Kinder und Jugendlichen, die Pädagoginnen und Pädagogen täglich in den Gruppen, in denen sie agieren, konfrontiert sind. Vielmehr bietet die Gruppe auch eine große Chance zur Integration traumatischer Erfahrungen. »Die Wiederanknüpfung sozialer Bindungen beginnt mit der Entdeckung, daß man nicht allein ist. Nirgendwo spürt das Opfer dies so unmittelbar und in so überzeugender Deutlichkeit wie in einer Gruppe« (Herman 1992, S. 306).
Diesem Zitat von Judith Herman lässt sich viel entnehmen. Zu wissen, dass man nicht der/die Einzige ist, schafft eine große Entlastung. Zu wissen, andere haben das Gleiche erlebt, vermindert die Wirkmacht von Scham, Tabu und Isolation. Die Erfahrungen und der Umgang mit den Auswirkungen der eigenen Traumatisierung und den Traumasymptomatiken der anderen Kinder und Jugendlichen bieten viele Chancen und Möglichkeiten, alternative und korrigierende Erfahrungen zu machen. Sie können in der Gruppe lernen, Toleranz, Anteilnahme und Empathie zu erfahren, aber auch anderen zu geben. Der Kontakt und das Erleben der Anderen in einer kohärenten Gruppenatmosphäre bieten viele Möglichkeiten, sich selbstwirksam in sozialen Kontakten zu erleben. Im Folgenden möchte ich unterschiedliche Wege und Möglichkeiten der traumapädagogischen Gruppenarbeit darstellen. Dazu unterscheide ich in sechs Bausteine der traumapädagogischen Gruppenarbeit. • Transparenter und kohärenter Umgang mit Traumasymptomatik • Möglichkeiten der Gruppenreflexion • Reflexion von Gruppenregeln • Haltgebende Strukturen • Bedeutung sozialer Angst • Gruppendynamik und Teamdynamik