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Unterstützung von Selbstakzeptanz
probieren und dem anschließenden Korrigieren einengender Körperhaltungen. Einfache Übungen lenken die Aufmerksamkeit auf die Schwerkraft des Körpers und unterstützen so die Entwicklung der neuronalen Netzwerke durch integrierte Bewegungen. Zudem hemmt Bewegung entzündliche Mechanismen im Körper. Das gilt im gleichen Maße für einfache Übungen als auch für alle Formen von Bewegung wie Fußball, Tanzen, Kampfsport, Qigong etc. Körperliche Erfahrungen mobilisieren die Erfahrung des Körperselbsts, sie minimieren Angst und Immobilität. Selbstbemächtigung ist auch, körperlichen Erfahrungen von Erstarrung, Ohnmacht und Abspaltung gut dosiert körperliche Erfahrungen von Mobilität und Integration des Körpers und von Stärke und Freude entgegenzusetzen. Aktivitäten der Körperwahrnehmung können helfen, sich wieder zu spüren und sich zu erden (Weiß 2014, S. 131ff.)
Unterstützung von Selbstakzeptanz Die Entwicklung einer liebevollen fürsorglichen Beziehung zu sich selbst ist Selbstsorge und dient der Entwicklung von Empathie. Selbstakzeptanz bedeutet die Suche nach dem guten Grund, die Betonung der Lebensleistung und die Beachtung der Expertinnenschaft der Mädchen und Jungen* für schwierige Lebenslagen. Um ihre Lebensleistung spürbar zu machen, fragen wir immer wieder: Wie hast du das bisher geregelt?‹ Und weil die Kinder und Jugendlichen ihre eigenen Lebensleistungen, ihre Überlebensstrategien, ihre Fürsorge für Eltern und Geschwister, die sie unter schwersten Bedingungen ausgeübt haben, selten schätzen, ist die explizite Betonung der Lebensleistung, also eine kognitive externe Neubewertung durch Pädagoginnen, ein möglicher kleiner Schritt zur Selbstakzeptanz. Es ist möglich und notwendig, in der alltäglichen Pädagogik die Annahme des guten Grundes und der Expertinnenschaft zu verankern.
Suche nach dem guten/wichtigen Grund Mit der Frage: »Du tust das, weil …?« (Weiß 2003/2024) unterstützen wir Menschen aus herausfordernden Lebensumständen bei der Suche nach dem wichtigen Grund für ihr Verhalten. Diese Worte sind bewusst gewählt. Mit der Frage »Warum tust du das?« aktivieren wir bei Kindern mit lebensgeschichtlichen Risiken ein Schuldgefühl und drängen sie in die Defensive. Mit der Frage »Du tust das, weil …?« können sie ihr Verhalten als Reaktion auf früher und als normale Reaktion auf eine unnormale Umwelt akzeptieren lernen. Sie können dann – vielleicht im nächsten Schritt – selbst- oder fremdschädigende Verhaltensweisen ändern und ihre Selbstkontrolle wiederherstellen. In Kinderworkshops zum Thema »Stress lass nach« erfahren sie, dass es anderen Kindern und Jugendlichen auch so geht, das Gefühl von Isolation wird entkräftet.
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