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Veränderte Stressregulation
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Teilen, dem ältesten, dem Reptiliengehirn, dem mittelalten, dem limbischen System,
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und dem jüngsten, dem Neokortex. Im limbischen System befindet sich die Amygdala, die u. a. als Warnzentrale fungiert, also Sinneseindrücke aufnimmt, die Gefahr
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signalisieren. Im entspannten Zustand sendet die Amygdala duale Botschaften an
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die anderen beiden Teile, fordert das Reptiliengehirn bei Gefahr auf, Energie zum
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Kämpfen oder Flüchten bereitzustellen, und fragt den Neokortex (auch als »Denker«
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bekannt) ), ob Kampf oder Flucht nötig sind. Bei Menschen aus herausfordernden
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Lebensumständen ist der Kontakt in stressgeladenen Situationen oder durch stressgeladene Impulse zum Neokortex unterbrochen, der Abgleich – bin ich wirklich in
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Gefahr – findet nicht statt. So kann es passieren, dass allein der Satz »Ach, der blöde
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Mike1« Existenzangst – in dem Fall die Angst, wieder alleine gelassen zu werden –
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auslöst, weil der Neokortex nicht signalisieren kann: Du wirst hier nicht wieder tagelang alleine gelassen, du musst nicht fast verhungern etc. Bei Kindern, die immerzu in Gefahr waren – davon kenne ich viele – wird der Denker von der Amygdala
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also nicht mehr befragt. Das Reptiliengehirn hat gelernt, gleich zu reagieren. Es stellt
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im Körper Energie bereit, was sich in dem Verhalten äußert, dass der Mensch dann
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gleich hochgeht, erstarrt oder wegdriftet. Die 12-jährige Lisa kennt das: »Ich bin
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dann wie ferngesteuert2«, so die genaue Beschreibung von Lisa, die immer wieder
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ausrastet.
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Abb. 2: Das dreigliedrige Gehirn, entspannt und gestresst (Picard, L. in Weiß 2024, S. 144)
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Die Beispiele sind real, die Namen aber verändert.
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Die direkten Aussagen der Mädchen* und Jungen* sind kursiv.
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