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Traumasensible transdisziplinäre Diagnostik

organisatorische und räumliche Orientierung, Klarheit und Übersichtlichkeit. • Organisations- und Zeitmanagement in der Tages- und Wochenstruktur: müssen durch die Führungskräfte gesichert und für alle ersichtlich sein. • Qualitäts- und Risikomanagement: Definition von Abläufen, Prozessen, Risiken und Maßnahmen des Krisenmanagements. Entsprechende Serviceunterlagen und Richtlinien sollen für Mitarbeitende ersichtlich sein, um danach ihre Handlungsabläufe auszurichten. Die Einbindung traumapädagogischer Konzepte in die KJP und die damit verbundene Fokussierung auf das emotionale Erleben aller Beteiligten erfordert die Integration in den Behandlungsverlauf und somit in die Strukturen und Schlüsselprozesse einer Organisation. Dies umfasst mindestens das Ankommen, die diagnostische Abklärung, die Entwicklung eines Fallverständnisses, die Einführung (therapeutischer) Interventionen und Maßnahmen, Empfehlungen und das in die Wege leiten nachhaltiger Anschlusslösungen. Zur ersten Orientierung soll im Folgenden die Einbindung traumapädagogischer Haltungen in einen Behandlungsprozess exemplarisch dargestellt werden.

Traumasensible transdisziplinäre Diagnostik Im Sinne einer traumasensiblen Haltung ist eine ausführliche Stresserfassung im Rahmen der Diagnostik sowie Anamneseerhebung erforderlich. In der KJP wird die diagnostische Phase der vielmals komplexen Symptomatik der jungen Menschen im transdisziplinären Behandlungsteam mit psychiatrisch-­ psychologischer, psychotherapeutischer, sozialpädagogischer, pflegerischer, co-the­ ra­peutischer und schulischer Expertise umgesetzt. Diese transdisziplinäre Diagnostik hat ebenfalls auf den traumapädagogischen Grundhaltungen zu erfolgen, welche Wertschätzung und Anerkennung der anderen Disziplinen und Professionen voraussetzen, um einen fruchtbaren Diskurs zu ermöglichen. Die Zusammenarbeit kann als herausragende Chance verstanden werden, die Diversität professio­ neller Kompetenzen zu nutzen und zu einer gemeinsam transdisziplinär gestalteten Behandlung zu integrieren. Die Zusammenführung der verschiedenen Perspektiven ermöglicht ein hohes Maß an Verständnis, Nachvollziehbarkeit, Übertragung von Prozessen, Ressourcen und Expert*innenschaft auf das jeweilige andere System der Professionen (Kahmen et al. 2022). Standardisierte diagnostische Prozesse aller Fachbereiche ermöglichen es, zu einer leitenden Diagnose nach dem multi­ axialen Klassifikationsschema zu kommen.

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