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Kinder- und Jugendpsychiatrie: ein möglichst sicherer Ort durch traumapädagogische Haltungen

Kinder- und Jugendpsychiatrie: ein möglichst sicherer Ort durch traumapädagogische Haltungen Miriam Weber, Christopher Kahmen, Irène Koch, Nadja Brandenberger, Katharina Purtscher, Andrea Schober, Bettina Breymaier, Marc Schmid und Martin Schröder

Einleitung Traumapädgogische Haltungen können hilfreich ergänzende fachliche Perspektiven in kinder- und jugendpsychiatrische Kliniken (KJP) einbringen. Ziel dabei ist es, Erkenntnisse aus der Psychotraumatologie anzuwenden sowie die Beziehungsorientierung in der Arbeit mit jungen Menschen und ihren (elterlichen) Bezugspersonen wie auch auf Ebene der psychosozialen Fachpersonen einzubinden. In der psychosozialen Arbeit mit den jungen Menschen und deren Bezugssystem liegt der Fokus in der Etablierung eines möglichst sicheren Ortes zur emotionalen Stabilisierung für alle, um einen umfassenden Verstehensprozess zur Entwicklung von Selbstwirksamkeitserfahrungen zu unterstützen. Die Beziehungsorientierung als Grundlage impliziert die Anerkennung der Auswirkungen belastender Kindheitserfahrungen oder potenziell traumatischer Erlebnisse in der Biografie und eines umfassenden transdisziplinären Fallverständnisses. Die konsequente Anwendung führt zur Förderung der Selbstwirksamkeit, Resilienz und emotionaler Stabilität der jungen Menschen sowie dem Familiensystem, aber auch zu wachsenden Anforderungen an die transdisziplinären Teams. Hierfür bedarf es auch eines Einbezugs der Verantwortlichen für Organisation und Strukturen in den Kliniken, um einen sicheren Ort für Behandlungsprozesse zu schaffen. Der vorliegende Artikel führt durch die Darstellung der aktuellen Rahmenbedingungen und Aufträge einer Kinder- und Jugendpsychiatrie, einer Beschreibung der jungen Menschen und deren Unterstützungsbedarf sowie daraus ableitend die traumapädagogische Konzeption eines sicheren Ortes für die Kinder- und Jugendpsychiatrie, in das Handlungsfeld ein. Im Anschluss daran wird ein exemplarischer chronologischer traumasensibler Behandlungsverlauf in einem kinder- und jugendpsychiatrischen Setting beschrieben, welcher erste hilfreiche Orientierungspunkte zur Umsetzung der traumapä­dagogischen Haltung für die Etablie-