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Schlussbemerkungen
Schlussbemerkungen Was sind nun die besonderen Chancen für traumatisierte Kinder in neuen Eltern-Kind-Beziehungen? In einer konsequenten, am Kindeswohl orientieren traumapädagogischen Haltung und Praxis erhält ein schwer verletztes Kind die Möglichkeit, sich im Schutzraum einer Pflegefamilie in seinem Tempo wieder auf befriedigende, persönliche und unverwechselbare Beziehungen zu Eltern einzulassen. In einer Entwicklung unter eigener Regie und Kontrolle kann es sich seinen Pflegeeltern mit seinen Gefühlen, Wünschen, Fantasien, Überzeugungen und seinen oft rätselhaften Verhaltensweisen zumuten. Gelingt es den Pflegeeltern mit Hilfe kompetenter Fachkräfte, ein Kind anzunehmen, wie es ist, es je nach Entwicklung und Integrationsphase einfühlsam zu verstehen und zu beantworten, können seine Verletzungen in ihrem Spiegel Heilung erfahren. Sich wieder in der Rolle als Kind auf bisher gefährliche Abhängigkeitsbeziehungen einzulassen, erfordert von den Kindern viel Mut. Der Weg gleicht manchmal einer Held*innenreise, die nicht ohne besondere Herausforderungen, manchmal auch Überforderungen, jedoch mit schützenden Leitplanken »Pflegeeltern« zu bewältigen ist. Sie verdient Anerkennung. Wenn alles gut geht, durchläuft ein Pflegekind alle Stufen der Abhängigkeit, einige ein zweites Mal und gewinnt gerade dadurch emotionale Sicherheit und eine stabile Persönlichkeit. So kann sich auch ein vormals traumatisiertes Kind auf Nähe einlassen und sein Leben selbstbestimmt, sinnvoll und mit Freude gestalten und genießen.
Literatur Arnold, J. (2010): Prävalenz der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Pflegekindern: Psychische Belastung, posttraumatische Symptomatik und kindliche Verhaltensauffälligkeiten. München. Dissertation. Bettelheim, B. (1975): Der Weg aus dem Labyrinth. Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt. Diouani-Streek, M., Salgo, L. (2018): Probleme sozialer Elternschaft für Pflegeeltern und Vorschläge zu ihrer rechtlichen Anerkennung. In: Stiftung zum Wohl des Pflegekindes (Hrsg.): 7. Jahrbuch des Pflegekinderwesens. Ein Pflegekind werden. Idstein: Schulz-Kirchner. S. 279–300. Diouani-Streek, M. (2023): Perspektivklärung von Pflegeverhältnissen in der Hilfeplanung. In: Stiftung zum Wohl des Pflegekindes (Hrsg.): 8. Jahrbuch des Pflegekinderwesens. Stärkung der Pflegekinder. Idstein: Schulz-Kirchner, S. 72–81. Dörnhoff, N. (2018): Die stationäre Therapeutische Übergangshilfe des Caritas-Kinder- und Jugendheimes Rheine. Konzeption. Einblicke und Hintergründe, Forschungsergebnisse. In: Stiftung zum Wohl des Pflegekindes (Hrsg.): 7. Jahrbuch des Pflegekinderwesens. Ein Pflegekind werden. Idstein: Schulz-Kirchner, S. 205–229. Dörnhoff, N., Janning. M. (2010): Effekte in der Therapeutischen Übergangshilfe. In: Macsenaere, M., Hiller, St., Fischer, K. (Hrsg.): Outcome in der Jugendhilfe gemessen. Freiburg i. Brsg.: Lambertus, S. 107 015–112. Grossmann K., Grossmann, K. E. (2007): Elternbindung und Entwicklung des Kindes in Beziehun-
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