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Integration
und Anna Eltern, die all ihre Schritte im Beziehungsaufbau einfühlsam begleiten und würdigen.
Die Übertragungsphase Frühe verletzende Erfahrungen in Abhängigkeitsbeziehungen können zu Grund überzeugungen führen, nicht richtig, nicht willkommen und nicht geliebt zu sein, nicht verstehbar und nicht schützenswert. Auch Überzeugungen, dass eigene Bedürfnisse nicht gesehen, es nicht wert sind, von Eltern beantwortet zu werden und deren Ausdruck bestraft wird. So werden verinnerlichte Bilder verletzender leiblicher Eltern und daran gebundene Gefühle auf die Pflegeeltern übertragen. Nienstedt und Westermann schreiben, dass diese Überzeugungen und die damit verbundenen Ängste und Aggressionen erst zugänglich werden, »wenn das Kind eine größere Sicherheit in der neuen Situation gewonnen, seine Angst reduziert und die neuen Eltern als nicht bedrohlich und potentiell befriedigend wahrgenommen hat« (Nienstedt/Westermann 2007, S. 103). Werden diese Vorstellungen und Gefühle zugänglich und sichtbar, wird dieser Fortschritt »leicht verkannt und als Rückschritt erlebt, weil die früheren Erfahrungen und die daran gebundenen Affekte nicht als Erinnerung an die früheren Situationen thematisch werden, sondern vielmehr in den jetzigen Beziehungen neu inszeniert werden, was leicht zu erheblichen Konflikten und Missverständnissen führt. Das Kind erlebt die neue Situation durch die Brille seiner frühen Erfahrungen, die es auf die jetzige Situation überträgt, und die neuen Eltern werden mit den früheren verwechselt« (Nienstedt/Westermann, ebd.). So entwickeln sich aus früheren Erfahrungen Erwartungen in Bezug auf zukünftige Situationen. So glaubt Jan vielleicht, ohne es bewusstseinsfähig denken zu können: »Lieber nicht mehr fühlen und zeigen, was ich brauche. Sonst schimpfen meine Pflegeeltern vielleicht. Sie wollen mich nicht, vergessen mich und lassen mich verhungern.« Aber gerade hier liegen die Chancen für traumatisierte Kinder in neuen Eltern-Kind-Beziehungen, die eigenen Ängste zu verarbeiten und Grundüberzeugungen zu korrigieren. Dies kann nur gelingen, wenn sich die Eltern auf die Vorstellungen und Gefühle des Kindes in der Übertragungsbeziehung und im Spiel (ebd. S. 118ff.) einlassen, es dem Kind erlauben, sie zu schlimmen versagenden Eltern zu machen und der Versuchung widerstehen, es in eine heile Welt zu ziehen. Die Pflegeeltern geraten in eine Rolle, die eigentlich nichts mit ihnen zu tun hat (vgl. Nienstedt 1998). BEISPIEL
Lisa befürchtet, dass ihr Pflegevater nur deshalb so nett zu ihr ist, weil er sie machtvoll sexuell verletzen und ausbeuten will. Sie sieht in ihm ihren Stiefvater, der auch anfangs so freundlich um sie geworben hat. Sie traut sich, ihn mit heftigen sexualisierten Belei-
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