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Integration
ausführliches Anforderungsprofil an Pflegeelternbewerber erstellt werden. Das Kind sollte in der neuen Familie das jüngste Kind sein. Dann braucht es nicht mit jüngeren Kindern um die Beantwortung seiner Bedürfnisse zu konkurrieren. Werden passende Bewerber gefunden, werden diese von Fachkräften ausführlich über die Geschichte und Lage des Kindes, deren Eltern, deren Entwicklung sowie aktuellen und zukünftigen Bedarfe informiert, auch über den Anbahnungsprozess, der keine Verlegung sein sollte. Da es um die Entstehung naher, vertrauter und heilsamer Eltern-Kind-Beziehungen gehen soll, kann dieser Prozess nur als Freiheitsgeschehen mit offenem Ausgang betrachtet werden, der Zeit benötigt, in dem jede*r jederzeit Nein sagen kann, es im Tempo der/des Langsameren geht und Ängste und Rückschritte erlaubt werden. Es geht immer nur um eine Entscheidung für den nächsten Schritt. Ein erstes Treffen kann auf einem für das Kind neutralen und sicheren Boden zusammen mit einer vertrauten Bezugsperson stattfinden, vielleicht im Zoo, auf dem Spielplatz, bei einem Spaziergang oder in einem Spielzimmer. Wird dieser Kontakt als zufällige Begegnung organisiert, ist der Druck für ein Gelingen verringert. Orientiert am Bedarf des Kindes können Kontakte dann Schritt für Schritt häufiger, ausgedehnt und im Umfeld der Pflegeeltern, vielleicht mal ein Besuch bei ihnen oder eine Übernachtung, stattfinden, bis schließlich das Kind eindeutige Signale setzt, in der neuen Familie bleiben zu wollen und auch die Pflegeeltern mit einem Umzug einverstanden sind. So braucht Elternwerden Zeit. In Vor- und Nachgesprächen wird den Pflegeeltern geholfen, sich in das Kind einzufühlen und es passend zu beantworten, das verständliche Misstrauen und die Vorsicht des Kindes zu akzeptieren. Die Pflegeeltern-Kind-Beziehung sollte Vorrang erhalten vor der Pflegegeschwisterbeziehung. Am Ende steht eine Verabschiedung aus der Gruppe, in der das Kind und die Pflegeeltern mit guten Wünschen begleitet und entlassen werden (Nienstedt/Westermann 2007, S. 292ff.; Dörnhoff 2018, S. 227f.; Niedersächsisches Landesamt für Soziales, Jugend und Familie. Landesjugendamt 2023, S. 6ff.).
Integration Auch wenn nun Jan, Anna oder Lisa ihre Wünsche, Hoffnungen und Sehnsüchte auf neue Pflegeeltern richten, ist damit noch keine Bindung, keine persönliche individuelle Beziehung, keine Zugehörigkeit und erst recht keine Integration erreicht. Sie haben ihre Pflegeeltern noch nicht zu ihren Eltern gemacht, mit denen sie sich identifizieren können. Dazu ist ein Beziehungsaufbau nötig, in dem sie sich angenommen fühlen können, wie sie sind. Es wird um einen Prozess gehen, die bisherige Identität im Spiegel der eigenen leiblichen Eltern zugunsten einer
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