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Literatur
Situation – u. a. aufgrund der Asylgesetzgebung und dem schwierigen Zugang zu Bildung – hergestellt werden. Zudem können positive Bindungserfahrungen und Selbstbemächtigung durch das Wahrnehmen der eigenen Empfindungen ermöglicht werden. So kann es der Fachkraft z. B. gelingen, das immer wieder kritisierte »Fordern der Jugendlichen im Alltag anstelle von Dankbarkeit« als angemessene Traumareaktion auf extreme Stressbelastungen und damit als Überlebensstrategie zu erkennen. Die Spieglung des angespannten Einforderns des/der Jugendlichen als Traumafolgereaktion und Ausdruck innerlichen Stresses kann zu einer Möglichkeit der Unterstützung bei der Entwicklung eines guten Lebens durch Selbstbemächtigung werden. Um die traumapädagogischen Standards, verknüpft mit interkultureller Kompetenz, im Bereich der Begleitung der geflüchteten Kinder und Jugendlichen in der Jugendhilfe umzusetzen und die besonderen Herausforderungen und Belastungen aushalten zu können, ist zudem ein Fokus auf Selbstfürsorge und Vernetzung im Team von besonderer Wichtigkeit. Hierbei sind eine gemeinsame Haltung und Zielsetzung, ein wertschätzender Umgang, Supervision, gegenseitige Achtsamkeit, Teambesprechungen, eine geregelte Übergabe und Dokumentation, aber auch Reflexionsbereitschaft und Enttabuisierung von Gewalt, schambehafteten und emotionalen Themen notwendig. Darüber hinaus sollte es verstärkt darum gehen, pädagogische Fachkräfte mittels Kenntnissen aus dem Bereich der Entwicklungspsychologie und der Traumapädagogik zu qualifizieren. Auf Betreuungsebene ist die Weiterentwicklung bestehender Konzepte zur Unterbringung und psychosozialer Begleitung der Kinder und Jugendlichen vor dem Hintergrund der beschriebenen Spannungsfelder dringend notwendig. In Bezug auf die Begleitung der Kinder und Jugendlichen wird nochmal mehr deutlich, dass Traumapädagogik eine gesellschaftliche Dimension hat, die eine politische Positionierung im Sinne der Kinder und Jugendlichen notwendig macht, um gesellschaftliche und sozialpolitische Bedingungen zu schaffen, in denen sie sich eine Grundlagen für ein gutes Leben schaffen können, ohne Angst vor restriktiver Asylpolitik und Ausgrenzung.
Literatur BAG Traumapädagogik (2011): Standards für traumapädagogische Konzepte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Ein Positionspapier der BAG Traumapädagogik. chrome-extension:// efaidnbmnnnibpcajpcglclefindmkaj/https://fachverband-traumapaedagogik.org/wp-content/ uploads/2024/09/FVTP_Standards.pdf (Abruf 09.01.2025). BAMF (2023): Aktuelle Zahlen. Aktuelle Zahlen Bericht 12/2023 (bamf.de) (Abruf 14.07.2024) Bausum, J. (2013): Über die Bedeutung von Gruppe in der traumapädagogischen Arbeit in der stationären Jugendhilfe. In: Lang, B./Schirmer, C./Lang, Th./Andreae de Hair, I./Wahle, Th./Bausum, J./Weiß, W./Schmid, M. (Hrsg.): Traumapädagogische Standards in der stationären Kinder- und
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