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Von der Forschung zur pädagogischen Praxis mit zwangsmigrierten Kindern und Jugendlichen
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Von der Forschung zur pädagogischen Praxis mit
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zwangsmigrierten Kindern und Jugendlichen
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Fallskizze: Traumatische Migrationserfahrungen und die emotionale
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Beteiligung der Fachkraft
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»Die Bereitschaft, Zeit einzuräumen für Perspektivwechsel, Wahrnehmungen,
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Reflexionen und Veränderungen war grundlegend für mein traumapädagogisches Fallverstehen. Dieses ermöglichte mir, mich auf Ali, seine Verhaltensäußerungen und das Geschehen in der Klasse einzulassen, um möglichen inneren
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Sinnzusammenhängen auf den Grund zu kommen und mich darüber fachlich
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mit Kolleg*innen auszutauschen.« (Lindner 2024, i.D.).
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Werden die vielfältigen, vergangenen und aktuellen Sequenzen von potenziell
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traumatischer Belastung zwangsmigrierter Kinder und Jugendlicher als pädagogisches Thema ernst genommen, so bedarf es einer theoretisch fundierten, gleichsam Empathie in den Fokus rückenden Professionalisierung von Fachkräften in
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jenem Bereich. Das Zusammenspiel beider Aspekte bedingt die enge Kooperation
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von Forschung und Praxis (Zimmermann/Becker/Friedrich 2023).
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In einem früheren Projekt wurde unter Nutzung von themenzentrierten Interviews mit pädagogischen Fachkräften (Schorn 2000) sowie Beobachtungen nach
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dem Tavistock-Konzept (Lazar 2000) folgender Forschungsfrage nachgegangen:
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Wie reinszenieren sich traumatische Erfahrungs- und Erlebensmuster in der pädagogischen Interaktion sowie in institutionalisierten Handlungsabläufen?
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Die Ergebnisse konnten die Theoriebildung im Kontext von Zwangsmigration,
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Trauma und Pädagogik erheblich erweitern; mehrere Dissertations- und Forschungs-Praxis-Projekte bauen auf dieser Theoriebildung auf (exempl. Müller
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2021; Zimmermann/Becker/Friedrich 2023). Das Spezifikum des methodischen
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Zugangs besteht darin, dass bereits in den Interviewtranskripten sowie den Beobachtungsprotokollen nicht nur der Interviewtext sowie das unmittelbar sichtbare
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Interaktionsgeschehen, sondern auch selbstreflexive Prozesse, insbesondere hinsichtlich der emotionalen Beteiligung der Forschenden an den Szenen, verschriftlicht werden. Im Kontext einer tiefenhermeneutischen Analyse werden sowohl die
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Interviews als auch die Beobachtungsprotokolle in ihrem manifesten und latenten
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Sinngehalt analysiert (Haubl/Lohl 2020). Dabei werden objektive Informationen
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aus beiden Textquellen mit rekonstruierten subjektiven Sinngehalten der Akteure
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sowie mit szenischen Informationen (den emotionalen Beteiligungen der Forschenden) in Verbindung gesetzt (Mruck/ Mey 1998).
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Mit einigen wenigen Stichworten sollen hier Einblicke in eine Fallanalyse aus
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einer so genannten Sprachlernklasse sowie Rückschlüsse auf eine mögliche päda-
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