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Den zentralen Wirkungen psychosozialer Traumatisierungen begegnen
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sind mit Euch«) entwickelt wurde (Merk 2010). Es bietet hilfreiche Anregungen,
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um traumatische Prozesse und die Wirkung sekundärer Traumaexposition in pädagogischen Arbeitsfeldern reflektieren zu können.
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»Sinani« organisierte in Südafrika systemische Unterstützungsangebote in Gebieten, die besonders von psychosozialer und sozio-politischer Gewalt betroffen
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waren. »Nach dem Ende der Apartheid-Diktatur kam es als Folge der jahrzehntelangen Unterwerfung und traumatischer Erfahrungen auch zu einem substantiellen Anstieg häuslicher Gewalt, Kindesmisshandlungen und Vergewaltigungen«
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(medico international 2005, S. 204).
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Das von Sinani entwickelte Konzept bezieht systemische Theorien (Bronfenbrenner 1981; Bateson 1972; de Shazer/Berg 1985), Theorien der sozialen Veränderung durch Partizipation und Bewusstwerdung (Freire 1973; Merk 2010) und
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Überlegungen zur psychosozialen Traumaarbeit nachvollziehbar aufeinander. Beobachtet wurde, dass Traumatisierungsprozesse auf den Systemebenen Individuum, Familie, Gruppe und Gemeinde durch vier zentrale Folgen wirken:
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• »Disempowerment: Ohnmacht, Wut, Hilflosigkeit und Verlust an Selbstvertrauen, Familien und Gemeindegruppen können nicht mehr ihre unterstützende
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Rolle erfüllen […] Verlust an Planungskompetenz durch Unberechenbarkeit der
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Zukunft
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• Fragmentierung: Zersplitterung, Verlust und Vermeidung von Erinnerungen,
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Auseinanderbrechen von Familien, Spaltung von sozialen Beziehungen, […]
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• Problemkreisläufe: Entstehung von sich wiederholenden destruktiven Kreisläufen, die Problemsysteme verstärken und Veränderungsoptionen schwer vorstellbar und umsetzbar machen (familiäre Gewalt, Drogenmissbrauch, Ressourcenzerstörung, eskalierende Polarisierung auch bei kleinen Sachkonflikten)
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• Ethische Korrumpierung von sozialen Werten: Zusammenbruch des sozialen Zusammenhalts und der Solidarität« (Merk 2010, S. 81).
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Von der Menschenrechtsorganisation »medico international«, die das Projekt »Sinani« unterstützt, wird die Wirkung traumatischer Prozesse wie folgt zusammengefasst:
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»Gewalt wirkt auf verschiedenen Ebenen strukturzerstörend. Sie zerstückelt –
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›fragmentiert‹ – Gesellschaften und soziale Beziehungen. Lässt Menschen ohnmächtig und handlungsunfähig werden. Zerstört Konflikt- und Kooperationsfähigkeiten und erhöht das Gewaltrisiko im familiären und gesellschaftlichen
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Rahmen« (Medico 2005, S. 193–194).
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Diese zentralen Wirkungen von man-made-disaster lassen sich auch in Arbeitskontexten feststellen, in denen Fachkräfte in unserem Kulturkreis traumatisierte
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Kinder und Jugendliche begleiten. Traumapädagogische Arbeit bedeutet für die
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