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Scham und Beschämung mit Blick auf Trauma
(Familie, Vereine, Organisationen etc.) als auch das Eingebundensein in eine Gesellschaft oder in eine Kultur in diese Kategorie fällt. Von der Wertschätzung durch andere – und der Verinnerlichung dieser Beziehungserfahrung – hängt maßgeblich unser Gefühl von Zugehörigkeit und eng damit verknüpft unser Selbstwerterleben ab.
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Normen und Ideale Wertschätzungsbeziehungen sind durch normative Bilder geprägt, denen zu entsprechen wäre (z. B. eine klimabewusste Jugendlicher, ein protektiver Vater, eine kompetente Psychotherapeutin etc. zu sein). Soziale Beziehungen sind vielfach durch solche Ideale geprägt, die sich in einem Komplex von Normen konkretisieren. Die Normen leiten ihr Gewicht aus der hohen Bedeutung ab, die soziale Beziehungen für ein Subjekt haben, die »Normtragenden« sind immer die Bezugspersonen, also jene anderen, die von einer Normverletzung Kenntnis nehmen bzw. darauf hinzeigen können.
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Ungenügen Das Subjekt der Scham genügt moralischen und/oder Kompetenznormen, verletzt solche de facto oder glaubt bzw. fantasiert nur diese zu verletzen. Im Falle posttraumatischer Scham ist es häufig die Identifikation eines Opfers mit dem von einem Täter aufgezwungenen Ungenügen.
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Verbergen und Täuschen Für das Verständnis der Scham ist nicht nur eine reale oder fantasierte Normverletzung oder ein Ungenügen zu betrachten, sondern auch Versuche derdes Einzelnen ihreseine Normverletzung oder ihr*sein erlebtes Ungenügen zu kaschieren. Um sich zu schämen, muss das Subjekt verbergen, »daß es das Ideal, um dessentwegen die anderen es wertschätzen, in Wahrheit nicht erfüllte« (Schüttauf 2008, S. 845). In diese Kategorie ist jedoch neben konkreter Handlung, wie dem Lügen oder dem Verzerren der Fakten, auch an eine (Selbst-)Täuschung grundlegender Art zu denken, da kein Subjekt denkbar ist, das immer genügt. Es gibt niemanden, der nicht irgendwelche Verfehlungen und Mängel verbirgt, oder anders ausgedrückt, niemanden, der nicht einen Teil seiner selbst versteckt. Das Strukturmoment des Verbergens und Täuschens ist gewissermaßen permanent gegeben, als notwendige andere Seite der Medaille des Ungenügens. Dahinter versteckt sich nichts weniger als »die Trennung von privat und öffentlich, die bekanntermaßen konstitutiv für die bürgerliche Gesellschaft ist« (Schumacher 2005, S. 774). Entwicklungspsychologisch betrachtet, bildet die Aufspaltung in ein privates und ein öffentliches Selbst einen wichtigen Schritt in der Subjektbildung des