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Die Pädagogik der Selbstbemächtigung
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S. 147). Menschen, die in ihrer Existenz bedroht
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waren, fragen nach dem Sinn und suchen nach Erklärungen. Anja Sauerer begreift Spiritualität als
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»eine Aufforderung […] sich zu verbinden mit sich,
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mit der umgebenden Welt. Also das stete Bemühen,
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sich mit der Wirklichkeit zu verbinden als Korrektur traumatischer Erfahrungen, die ja zu einem Gefühl von ›Abgetrennt Sein›, abgetrennt von spirituellen Zugängen, zu sich und der Welt geführt
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haben« (Sauerer/Weiß 2020, S. 638) (Abb. 1).
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Selbstbemächtigte Traumapädagog*innen
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Gesellschaftliche Anerkennung oder Missachtung
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von Traumatisierten hat auch Auswirkungen auf das
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Helfer*innensystem; stetig mangelnde Achtung
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kann zu einer Überlastung der Helfer*innen führen.
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Die fehlende Kultur der Anerkennung, juristische
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Barrieren, Schikanen durch Behörden, Erfahrungen
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von Diskriminierung und Rassismus erschweren
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die Arbeit mit Traumatisierten. Es besteht die GeAbb. 1: Atmen (Picard 2018)
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fahr, dass Helfer*innen in Muster der Verstrickung
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und Überidentifizierung oder in die Rolle des endlich aufgetauchten Retters (Ottomeyer 2011) verfallen. Um ihre Würde zu bewahren, werden sich auch die psychosozialen Fachkräfte gesellschaftlich positionieren
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müssen. Pädagog*innen und psychosoziale Fachkräfte befinden sich in einem prekären Spannungsfeld zwischen professionellen Ansprüchen und gesellschaftlichen
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Gegebenheiten: »Angesichts eines fortschreitenden biologischen Reduktionismus
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in der Psychiatrie und der fortschreitenden Medikalisierung der Psychotherapie,
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[…] braucht es ein ›Zwischenglied zwischen den Menschen, denen es schlecht geht,
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die das Risiko laufen, psychisch zu erkranken oder psychischer Ungesundheit
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(mental illhealth) ausgesetzt zu werden und den sozialen Gegebenheiten, die in
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dieser Gesellschaft existieren‹ (Rutz 2011)« (zit. nach Gahleitner/Pauls 2012, S. 65).
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Im institutionellen Handeln gilt es, Prinzipien der Würde und Anerkennung
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anzumahnen und durchzusetzen. Die Artikulation und Vertretung eigener Bedürfnisse beschreibt Brückner als Maß des Widerstands »in Form einer – nur kollektiv zu entwickelnden – Gegenidentität des einzelnen« (Brückner 1983, S. 209)
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und schlägt als Alternative zur herrschenden Kolonialisierung der Lebenswelt die
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Einheit von Leben und Widerstand vor (ebd., S. 211), ein Widerstand, der z. B. im
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beruflichen Handeln mit dem Team, dem Netzwerk oder der Institution umgesetzt werden kann.
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Atme n
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