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Prozent der 11-jährigen und nur noch rund 65 Prozent der 14-jährigen. Obwohl also die Freundesgruppen mit steigendem Alter wichtiger werden, wird Zeit für sie subjektiv gesehen immer weniger. Es kann nur spekuliert werden, was dieses Empfinden von Zeitmangel bedingt. Naheliegend erscheint, dass durch längere Schulzeiten und eine Zunahme der Angebote im Freizeit- und Konsumsektor Gefühle von Zeitmangel wahrscheinlich keine Seltenheit bleiben. Die souveräne Nutzung von Konsum-, Medien- und Freizeitangeboten gehört daher heute zu einer der zentralen Aufgaben in jeder Lebensphase. Und »souverän« heißt in dieser Hinsicht vor allem, dass Zeitbudgets nicht durch die Übernutzung der digitalen Medien eingeschränkt werden. Vielleicht gerade weil die Belastungen in den anderen Lebensbereichen als anforderungsreich empfunden werden, entsteht eine große Nachfrage nach Unterhaltung, Ablenkung und Regeneration. Das hat dazu geführt, dass derartige Angebote von vielen verschiedenen Anbietern vorgehalten, mit immer größerer Raffinesse beworben und zunehmend kommerzialisiert werden. Dadurch wird das Angebot unterbreitet, Entspannung und Fitness, Muße und Genuss »einkaufen« zu können, ohne aktiv darauf hinarbeiten zu müssen. Diese Haltung geht damit einher, Imagepflege zu betreiben und ein bestimmtes Bild der eigenen Persönlichkeit zu entwerfen. Konsumgüter haben damit für die Entwicklung des Selbstbildes enorm an Bedeutung gewonnen. Mithilfe eines Produkts suchen Menschen Zugang zu einem Lebensstil oder einem Status, den sie für sich erstreben. Der Jugendforscher Claus Tully (geb. 1949) spricht von einer Kommerzialisierung des Jugendalters, die bereits im Kindesalter beginnt und durch OnlineSuchverhalten junge Menschen bereits sehr früh zu »cleveren Konsumenten« erzieht (Tully 2018). Die Hersteller von Konsumartikeln – vom Kleidungsstück über