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Der Einfluss der beruflichen Erwerbsarbeit
Mit einem Perspektivwechsel zur beruflichen Erwerbsarbeit wird auf Sozialisationsprozesse fokussiert, die neben denen der Familie und der Partnerschaften liegen. Dieser Bereich wird von den Jugendlichen als nicht weniger bedeutsam eingeschätzt. Die berufliche Erwerbsarbeit sichert die ökonomische Existenz eines erwachsenen Gesellschaftsmitglieds und nimmt deshalb in der Lebensgestaltung einen herausragenden Stellenwert ein. Durch die inhaltliche Beschaffenheit der Arbeit, ihren zeitlichen Rhythmus und ihre soziale Einbindung werden viele Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung beeinflusst. Das ist in Zeiten der allumfassenden Verfügbarkeit durch Informations- und Kommunikationsmedien besonders wichtig, weil sich nur schwer Grenzen zwischen Berufsund anderen Lebenstätigkeiten ziehen lassen. Die berufliche Arbeit kann auf diese Weise zur absolut dominanten Beschäftigung über weite Strecken des Lebenslaufs hinweg werden und Einstellungen und Handlungen des Alltags prägen, die eigentlich anderen sozialen Regeln folgen (»déformation professionelle«). Obwohl die Gefahr, dass die Erwerbsarbeit alles überschattet und von der Schule über die Freizeit alles dem Qualifikationsregime untergeordnet wird, noch nicht gebannt ist, zeigen sich zumindest Einspannungen auf dem Arbeitsmarkt, die auch veränderte Einstellungen gegenüber dem Arbeitsmarkt bedingen könnten. Die heute jüngste »Generation Z« löst die »Babyboomer« ab und damit hinterlassen sehr geburtenstarke Jahrgänge einen Arbeitsmarkt, dessen Bedarfe durch die Angehörigen der »Generation Z« kaum zu sättigen sind. Entsprechend entspannt schaut die nachwachsende Generation ihrer beruflichen Zukunft entgegen. Auch die Erwartungen an die Erwerbsarbeit sind von einem hohen Maß an Motivation und Gestaltungswillen geprägt. Sichere und