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Die schwachen Geburtenziffern in Deutschland führen dazu, dass Familien mit Kindern, die 1960 noch etwa die Hälfte aller Haushalte in Deutschland stellten, heute mehr und mehr ihre dominierende Rolle verlieren. Etwa in einem Drittel aller Haushalte leben heute noch Familien mit Kindern. Die kinderlosen Haushalte umfassen in Deutschland inzwischen über 30 Prozent, ein großer Teil der Bevölkerung – vor allem in den Großstädten und Ballungsräumen lebt als Single. Die Einpersonenhaushalte haben in den vergangenen rund 30 Jahren um rund 50 Prozent zugenommen, knapp jeder Fünfte lebt inzwischen in einem Einpersonenhaushalt. Vieles deutet darauf hin, dass andere Länder mit ähnlichen Ausgangsvoraussetzungen, aber einer höheren Geburtenrate besser als Deutschland dastehen, weil sie seit Jahrzehnten eine Politik betreiben, die unterschiedliche Familienformen bewusst fördert und insbesondere die Berufstätigkeit der Mütter gezielt unterstützt. Es sind, trotz politischer Anstrengungen, immer noch rund ein Drittel der Paarfamilien, in denen beide Elternteile erwerbstätig sein können mit einem Kind unter drei Jahren. Offenbar ist es die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Unterstützung der elterlichen Erziehung der Kinder durch öffentliche Einrichtungen, die Paaren die Entscheidung für eine Familiengründung erleichtert. In den wirtschaftlich hoch entwickelten Gesellschaften tritt die Entscheidung für ein Kind aber auch immer häufiger in Konkurrenz zu anderen Lebenszielen von Menschen in Paarbeziehungen. Ursache hierfür sind die veränderten ökonomischen, kulturellen und biografischen Bedingungen. So verlängern sich, wie bereits erläutert wurde, die Bildungs- und Ausbildungszeiten von Frauen und Männern. Wichtige biografische Entscheidungen, unter ihnen auch die Entscheidung für oder gegen Kinder, verlagern sich hierdurch im Lebenslauf. Beide Partner warten heute meist bis zum Ende der Ausbildung und zum