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dem Verblassen traditioneller Geschlechterrollen und einer
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nachlassenden Familienorientierung – Kindeswohl und
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Kindesorientierung sind die dominierenden Merkmale bei
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der Beschreibung von Erziehungspraktiken in der Familie.
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Erziehungspraktiken drücken Wünsche zu
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Persönlichkeitsmerkmalen, Fähigkeiten und Einstellungen
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des Kindes aus, zu deren Verwirklichung elterliches
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Erziehungsverhalten beitragen soll. Die Ausprägungen des
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Erziehungsverhaltens der Eltern lassen sich zu bestimmten
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Gruppen zusammenfassen, die als »Erziehungsstile«
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bezeichnet werden können (Fuhrer 2007). Unter
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Erziehungsstilen werden die beobachtbaren und
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verhältnismäßig überdauernden tatsächlichen Praktiken
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der Eltern im Umgang mit ihren Kindern verstanden. In das
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Verhalten geht ein Erziehungswissen ein und eine
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Erziehungsmentalität. Beides hängt in hohem Maße
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voneinander ab und ist nicht zu trennen. Dabei sind sie
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aber auch abhängig von gesellschaftlichen Leitbildern zur
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Erziehung. Wie ein solcher Wandel der Leitbilder mit dem
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Wandel von Erziehungsstilen einhergeht, soll mit einer
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Beschreibung der Differenzierung von Erziehungsrealitäten
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in der Familie erläutert werden.
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Der Gegensatz von autoritärem und permissivem Erziehungsstil
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In den 1960er und 1970er Jahren gab es über die
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Angemessenheit von elterlichen Erziehungsstilen intensive
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wissenschaftliche und öffentliche Diskussionen. Dabei
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wurden als Extrempositionen der stark an der Autorität von
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Eltern orientierte »autoritäre« und der stark an den
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Bedürfnissen des Kindes orientierte »permissive«
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Erziehungsstil unterschieden. Die Anhänger des
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permissiven Stils plädierten dafür, elterliche Eingriffe in die
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Persönlichkeitsentwicklung von Kindern zu unterlassen, um
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der Gefahr zu entgehen, hierbei dirigistisch und autoritär
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zu sein und den Eigenwillen des Kindes zu unterdrücken.
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Dagegen sprachen sich die Anhänger des autoritären
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