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forschungspragmatischen Einsicht, dass es zunächst zu klären gilt, wie Umwelten die Persönlichkeitsentwicklung und damit einhergehende Prozesse der Handlungsgenese und Sozialintegration beeinflussen. Die 3. Phase der Modellierung konzentriert sich auf die Frage danach, wie Sozialisation als ein kontingentes, damit ergebnisoffenes Geschehen im zwischenmenschlichen Austausch zu begreifen ist. In den Blick geraten hier also sozialkonstruktivistische Vorgänge des Welterlebens und des Wirkens in der Welt, ebenso wie die Frage nach den Ursprüngen und Triebkräften, die diese Wirkungen erzeugen. Dabei wird ein zentrales Erkenntnisproblem der Sozialisationsforschung offensichtlich: nämlich die Frage nach der Entstehung von etwas Neuem bei gleichzeitiger Reproduktion des Bestehenden.« (Grundmann 2015, S. 163 f., hier ohne Literaturverweise des Autors wiedergegeben) Grundmann gibt damit einen guten Überblick über die Geschichte der soziologischen Sozialisationsforschung. Diese endet nicht zufällig mit der Perspektive auf eine einzelne Identität, die Unsicherheit und Neues in Beziehungsstrukturen verhandeln muss. Diese strenge Fokussierung auf »reziproke« (also wechselseitige, aufeinander bezogene) Beziehungsmuster sind Ertrag einer sozial-konstruktivistisch geprägten Perspektive, die sich für das individuelle Verstehen von Sinnstrukturen der sozialen Welt interessiert. Grundverständnis dieses Denkens ist (anders als bei vielen der gesellschaftstheoretischen Ansätze), dass individuelles Handeln nicht zahnradähnlich ineinandergreift, sondern Scharniere hergestellt werden müssen, die das Sinnverstehen voraussetzen, aber auch die Fähigkeit, Sinnfäden des gemeinsamen Handelns weiterzuspinnen. Gerade hier entwickelt das sozialkonstruktivistische Denken Annahmen weiter, die in