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auch bereits für Havighurst immer nur Bestandteil einer allgemeinen und abstrakten Modellvorstellung. Vor diesem Hintergrund ist die Frage dann durchaus sinnvoll zu stellen, ob eine Perspektive auf Entwicklungsaufgaben im Lebenslauf überhaupt noch brauchbar ist. Der bereits eingeführte Sozialisationsforscher Boris Zizek stellt eine entgegengesetzte Behauptung auf und kritisiert die Skepsis, die dem Entwicklungsaufgaben-Konzept generell entgegengebracht wird. Er argumentiert (Zizek 2018, S. 276 f.), dass Anpassungen an gesellschaftliche Ausgangsbedingungen nicht nur permanent stattfinden, sondern vor allem, dass bei der Kritik nicht vergessen werden sollte, dass der Fokus auf Entwicklungsaufgaben im engeren Sinne auf individuelle Fähigkeiten ausgerichtet ist oder im hier übertragenen Sinne auf den Modus der produktiven Realitätsverarbeitung. Auch den Einwand, die Sichtweise der Jugendlichen selbst sei zu wenig im Zentrum und die Forschung stülpe dem Gegenstand eine Erwachsenenperspektive über, kritisiert Zizek. Er argumentiert dagegen, »dass es schon lange zum wissenschaftlichen Alltag gehört, etwa in der Adoleszenzforschung Interviews mit Jugendlichen zu führen und auszuwerten. Worüber geht dieser Ansatz also hinaus, sollen die Jugendliche bei der Auswertung der mit ihnen geführten Interviews mitwirken? So sympathisch diese Wende gegen die Erwachsenenperspektive unzweifelhaft anklingt, methodisch ist eine solche Herangehensweise nicht unproblematisch. Wissen die Jugendlichen besser als die Theorie, ›was Sache ist‹?« (Zizek 2018, S. 277) Trotz der Kritik am umfassenden Konzept der Entwicklungsaufgaben, sollte also berücksichtigt werden, dass auch Gründe für eine Konzeption sprechen, die analytisch auf die großen Anforderungen der Realitätsverarbeitung im Lebenslauf zielt. Im Sinne einer