1.8 KiB
unterschiedliche anregende Wohnbedingungen zur Verfügung stellen, unterschiedliche Alltagsbedingungen, Kontakte zu Gleichaltrigen etc. Diese Bedingungen wirken wiederum auf Meso- und Mikrosysteme und bedeuten eine unmittelbare Wirkung auf die Person und ihre täglichen Routinen. Hierzu gehört die Erwartung von Verlässlichkeit und Unversehrtheit (durch die Garantie von Rechten), die Erfahrung von Wohlstand und Wohlstandsgefälle oder variierende Muster der Zeiteinteilung und Freizeitgestaltung (die beispielsweise durch Bedingungen auf der Exo- und Makroebene wie die Verbreitung von social media oder die Anforderungen an Bildungsbiografien geformt werden). Die menschliche Entwicklung wird als die dauerhafte Veränderung der Art und Weise verstanden, wie die Person auf die Umwelt eingeht und sich mit ihr auseinandersetzt: »Menschliche Entwicklung ist der Prozess, durch den sich die entwickelnde Person erweiterte, differenziertere und verlässlichere Vorstellungen über ihre Umwelt erwirbt. Dabei wird sie zu Aktivitäten und Tätigkeiten motiviert und befähigt, die es ihr ermöglichen, die Eigenschaften ihrer Umwelt zu erkennen und zu erhalten oder auf nach Form und Inhalt ähnlich komplexem oder komplexerem Niveau umzubilden« (Bronfenbrenner 1981, S. 44). Das entwicklungsfördernde Potenzial eines Lebensbereiches wächst demnach mit der Anzahl der unterstützenden Verbindungen zu anderen Lebensbereichen. Das Potenzial eines Lebensbereichs wird in dem Ausmaß gesteigert, in dem den Beteiligten Verbindungen offenstehen, die es ihnen erlauben, Unterstützungen und Entscheidungsfindungen den Bedürfnissen der sich entwickelnden Person und den Bestrebungen ihrer Vertreterinnen und Vertreter entsprechend zu beeinflussen. Das sozialisationstheoretische Potenzial Bronfenbrenners