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Beschaffenheit der sozialen Umwelt, die Freud weitgehend ausgeklammert hat, wird damit zum Bestandteil der theoretischen Konzeption. Mit dieser Weiterentwicklung der Theorie verschiebt sich das analytische Interesse auf die Bewusstseins- und Ich-Prozesse, die ein Mensch zur Koordinierung der natürlich-sinnlichen Grundlage seines Wesens mit den sozialen Anforderungen und Handlungsnormen der sozialen Umwelt aktiviert. Persönlichkeitsentwicklung spiegelt sich in dieser Konzeption in den gegenseitig voneinander abhängigen Prozessen der Organisation des menschlichen Körpers, der psychischen Ich-Synthese und der sozial eingebetteten IchIdentität wider (Erikson 1973, S. 52). DIE FÜNF ZENTRALEN PERSÖNLICHKEITSFAKTOREN (»BIG FIVE«) Einen ergänzenden Akzent zu den vorgestellten, allgemeinen Persönlichkeitstheorien setzen die »strukturellen Persönlichkeitstheorien«. Sie versuchen, die wichtigsten Eigenschaften eines Menschen zu identifizieren (daher werden sie auch »Eigenschaftstheorien« innerhalb der Persönlichkeitspsychologie genannt), die über die Qualität des Umgangs mit der äußeren Realität entscheiden. Neben Persönlichkeitszügen und Temperamentprofilen beschreiben sie das Eigenschaften eines Menschen in Belastungssituationen mithilfe empirisch gewonnener Merkmale, die Vorhersagen für künftiges Verhalten erlauben (Schneewind 1982). Das wichtigste Erhebungsinstrument hierfür sind Persönlichkeitsfragebögen, die mit unterschiedlichen Impulsen und Aufgaben arbeiten und eine Selbsteinschätzung der Persönlichkeit ermöglichen. Die Vielzahl von Persönlichkeitsmerkmalen, die auf diese Weise identifizierbar sind, wird auf fünf Gruppen konzentriert, die sich immer wieder in den verschiedenen