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Auseinandersetzung in Form von Interaktion mit anderen Menschen tätig ist. Marx ist in dieser Hinsicht ein Theoretiker, der noch vor Durkheim und Simmel den Bruch mit der idealistischen Philosophie herbeiführt und damit das erste Mal soziologisch, also praxisorientiert argumentiert. Am Wichtigsten hierfür ist die Kritik am Subjekt-ObjektDualismus. In dieser noch im 19. Jahrhundert dominierenden Tendenz des philosophischen Diskurses treten sich Subjekte (als handelnde Menschen) und Objekte (andere Menschen wie auch soziale Strukturen) als abgeschlossene Einheiten gegenüber. Diese Sicht ist für Marx zu kurz gegriffen, weil sie so tut, als ob Subjekte und Objekte immer schon gesellschaftlich vorhanden seien. Demgegenüber postuliert er die soziale Praxis, in der die Subjekte erst durch die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Strukturen zu dem werden, was sie sind (nämlich selbständig agierend), und sie handelnd auch erst die gesellschaftlichen Strukturen erschaffen, mit denen sie dann wieder in Beziehung treten. Durch diese produktive und kommunikative Praxis verändert der Mensch ständig seine soziale und physische Umwelt und entwickelt intellektuelle, emotionale und soziale Fähigkeiten, die sich in einem sensiblen Selbstbewusstsein bündeln (Marx 1966, S. 57). In dieser Konzeption findet sich eine für die Sozialisationstheorie wegweisende Vorstellung der Auseinandersetzung des Menschen mit der äußeren Natur: In Form der produktiven Arbeit lernt der Mensch die Eigengesetzlichkeit der natürlichen Stoffe kennen und entwickelt dabei seine Kräfte und Fähigkeiten, die bei einer gelungenen Auseinandersetzung mit den objektiven Anforderungen der Natur zu Selbstvertrauen führen. In den sozialen Bezügen lernt der Mensch, sich mit anderen bewussten Gattungswesen zu verständigen, was nur durch eine besondere Form der Beziehungsarbeit möglich ist,