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Hochuli Freund
31.7.17 S. 177
Implementation eines Tools für sozialpädagogische Prozessgestaltung
liche Gewichtung vornehmen. Auch die teilweise fehlende Übereinstimmung
zwischen dem Dokumentations-Tool und KPG wird als eine Herausforderung
im Implementationsprozess benannt, wobei die Praktiker hilfreiche Arbeitsmaterialien erstellt haben um diese Schwierigkeiten gut zu meistern. Zudem stellt
die Grösse der Organisation mit den unterschiedlichen Ausbildungsniveaus ein
potenzieller Stolperstein dar. Die Wichtigkeit der Multiplikatorinnenrolle, bei
der einzelne Mitarbeitende das erworbene neue Wissen an ihre Teams weitergeben müssen, wird von allen Seiten betont und insbesondere aus Sicht der beiden
Praktiker als erschwerender Faktor ins Feld geführt. Dazu kommen unterschiedliche Tempi der Implementation bei den einzelnen Teams sowie ein hoher
Unterstützungsbedarf, der nicht immer zeitnah gedeckt werden konnte.
Die Überraschungen und Freuden entpuppen sich unisono als Gelingensfaktoren für die Implementation. Einstimmig betont werden die hohe Motivation
und Offenheit, das bemerkenswerte Interesse und Engagement der Mitarbeitenden. Hilfreich waren schliesslich auch die zur Verfügung gestellten Ressourcen
der Stiftung Schürmatt und das hohe Commitment der Organisation bezüglich
der Implementation einer neuen SPG. Von den Wissenschaftlern wurde dieser
Gelingensfaktor betont: Die Praxis wollte eine neue, zusammenhängende/in
sich konsistente, KPG-basierte Prozessgestaltung. Die beiden Praktikerinnen
fanden das Fachwissen der Wissenschaftler hilfreich und insgesamt wurde die
offene und flexible Arbeitsweise im Projektteam beidseitig geschätzt.
Auf dieser Basis werden nun zwei abschliessende Fragen von je einer Wissenschaftlerin und einem Praktiker beantwortet, einerseits zum Ausblick bei der
weiteren Implementation und andererseits zu den persönlichen Erkenntnissen
aus dem Projekt.
Was bleibt zu tun? Welche Aufgaben und Fragen bleiben für den weiteren
Prozess der Implementation?
Ursula Hochuli Freund, Projektleiterin HSA:
Das Wichtigste ist, dass die Leitung die Weiterführung und Vertiefung der Implementation als Aufgabe erkennt, dies intern auch so kommuniziert und die
bereits angedachten Massnahmen umsetzt: ein Handbuch zu SPG erarbeiten,
das Einführungs-Konzept für neue Mitarbeitende hinsichtlich SPG weiter ergänzen, das Dokumentations-Tool weiterentwickeln. Von grosser Bedeutung ist
für mich auch die Umsetzung der Idee, sog. SPG-Expertinnen zu benennen, die
allen Mitarbeitenden für Fragen rund um SPG als Ansprechpersonen zur Verfügung stehen und zur Unterstützung beigezogen werden können. Hätte ich selber
einen Wunsch frei, dann würde ich mir wünschen, dass die Wirkung dieser Arbeit mit der neuen SPG mittelfristig wissenschaftlich evaluiert wird. Auf diese
Weise würde für die Stiftung Schürmatt der Bedarf für mögliche Nachbesserungen bezüglich SPG erkennbar und wir kämen zu empirischen Befunden darüber, zu welchen Veränderungen die Arbeit nach KPG führt.
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