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Hochuli Freund
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31.7.17 S. 21
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Anforderungen an professionelles Handeln
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Hilfe vs. Kontrolle
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Soziale Arbeit übernimmt sowohl die Aufgabe von Hilfe als auch von Kontrolle, wenn auch je nach Fall und Kontext in einem unterschiedlichen Verhältnis.
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Der Kontrollaspekt wird meist auf Grund der staatlichen bzw. institutionellen
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Rahmenbedingung oder der Orientierung an gesellschaftlich vorgegebener Normalität begründet (vgl. Galuske 2013:52f., von Spiegel 2013:27). Kontrolle
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scheint insgesamt eher negativ belegt zu sein, im Sinne von Sanktionen, und
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wird verstärkt Arbeitsfeldern mit unfreiwilligen Nutzerinnen und Nutzern
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zugeschrieben (vgl. Hochuli Freund/Stotz 2015:52). Kontrolle kann jedoch
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auch in freiwilligen Settings stattfinden. In Form von Druck oder hilfreicher
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Kontrolle kann sie durchaus positiv und wichtig sein, z. B. um Grenzen zu setzen oder durch Konsequenz Verbindlichkeit herzustellen. Die Schwierigkeit besteht v. a. darin, sich für die geeignete Vorgehensweise zu entscheiden und zwischen Hilfe und Kontrolle abzuwägen (vgl. Heiner 2010:37). Es bedarf eines
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kritischen Umgangs, da prinzipiell jegliche Hilfe oder Kontrolle unangebracht
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oder gerade gefragt sein kann.
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Mensch vs. Arbeitskraft
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Bei Inanspruchnahme von sozialen Hilfeleistungen sind Klientinnen und Klienten in der Regel als ganze Person diffus betroffen und es kann prinzipiell alles
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zum Thema werden. Auch bei den Professionellen besteht eine Involviertheit
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als ganze Person, jedoch kann nicht alles thematisiert werden und sie agieren
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auf Grund ihrer Rolle. Sie sind Mensch und Arbeitskraft in einem (vgl. Hochuli
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Freund/Stotz 2015:60f.). Bei ihrer Tätigkeit geht es um einen »strategischen
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und reflektierten Einsatz […] der eigenen beruflichen Persönlichkeit« (von Spiegel 2013:74). Die eigene Person wird als Arbeitsinstrument oder Werkzeug benutzt. Allerdings beschränken sich der Kontakt und die Begegnung mit den
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Klientinnen und Klienten nicht auf die Sachebene, vielmehr handelt es sich
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auch um eine Beziehung zwischen zwei oder mehreren Menschen. Knoll formuliert dies als »Widerspruch zwischen persönlichem Engagement und bezahltem
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Beruf« (Knoll 2010:170). Auf Grund der Bezahlung für Gefühle vergleicht er
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Soziale Arbeit mit Prostitution, mit dem Unterschied, dass Sozialarbeitende für
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die Zuwendung echter Gefühle vergütet werden. Damit beschreibt er recht treffend die spezifische Herausforderung, aufrichtiges Interesse und authentische
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Gefühle zu zeigen bei gleichzeitiger Notwendigkeit einer gewissen Distanzierung, um rational und überlegt handeln zu können (vgl. ebd.:170f.). Problematisch wird es, wenn Professionellen diese Unterscheidung schwerfällt. Es läuft
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sowohl etwas schief, wenn die Tätigkeit nur mechanisch und auf Grund der
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Bezahlung ausgeführt wird, als auch, wenn jegliche Distanz aufgegeben wird
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und nur noch die Motivation besteht, Liebe und Wärme weiterzugeben.
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