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Dieses Kapitel stellt das Konzept der Kooperativen Prozessgestaltung (KPG) als **Orientierungsmodell** für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit dar. Es ist ein Dachkapitel, das die methodische Grundlage für alle folgenden Prozessschritte legt.
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### Inhaltliche Erwartungen
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Erkläre die KPG **in eigenen Worten**. Zeige, dass du das Konzept verstanden hast und es auf deinen Fall anwenden kannst. Zentrale Aspekte:
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- **Definition:** KPG ist ein generalistisches, professionstheoretisch fundiertes, methodenintegratives, auf Kooperation ausgerichtetes Konzept ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 154](/book/arbeit/154)). Es entstand aus einer jahrelangen Auseinandersetzung mit der Struktur und Lehrbarkeit professionellen Handelns ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 6](/book/arbeit/6)).
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- **Zwei Hauptphasen** ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 145](/book/arbeit/145)): Analytisch-diagnostische Phase (Situationserfassung → Analyse → Diagnose) und Handlungsphase (Zielsetzung → Interventionsplanung → Durchführung). Die Evaluation gehört als siebter Schritt zur analytisch-diagnostischen Phase.
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- **Idealtypisches Modell als Denkstruktur:** Das Prozessmodell dient als Orientierung – in der Praxis verlaufen Prozesse nicht linear, sondern zirkulär und iterativ ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 147](/book/arbeit/147)). Gerade weil der Alltag oft unübersichtlich ist und Geschehnisse nicht voraussehbar sind, braucht es diesen Orientierungsrahmen.
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- **Zirkularität:** Der Rückbezug auf das Prozessmodell erlaubt, aus neu gewonnenen Erkenntnissen das Handeln neu zu strukturieren ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 148](/book/arbeit/148)).
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- **Kooperation:** Zusammenarbeit mit Klient\*innen (Koproduktion), inter- und intraprofessionelle Kooperation als zentrale Elemente ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 146](/book/arbeit/146)). Problembeschreibung, Interventionsplanung und Umsetzung sind ein koproduktives Geschehen, das ein Arbeitsbündnis voraussetzt ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 8](/book/arbeit/8)).
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- **Erst verstehen, dann handeln:** Im Zentrum steht ein verstehender Zugang zu Klienten und Problemlagen, denn nur so können sinnvolle Interventionen geplant werden ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 20](/book/arbeit/20)).
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- **Methodenintegration:** Methoden werden fallbezogen beigezogen und müssen Qualitätsanforderungen professionellen Handelns genügen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 157](/book/arbeit/157)). Fünf Reflexionskriterien dienen der kritischen Überprüfung.
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- **Zeitliche Dimensionen:** Prozessgestaltung weist unterschiedliche zeitliche Dimensionen auf — von langfristigen Zyklen bis zu situativen Kürzestzyklen ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 150](/book/arbeit/150)). Methodisch strukturiertes Handeln heisst, die verschiedenen Zyklen gleichzeitig im Auge zu behalten ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 152](/book/arbeit/152)).
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### Bezug zum Praxisbuch
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Im Praxisbuch wird gezeigt, wie verschiedene Professionalitätsentwürfe miteinander verglichen werden und welche Anforderungen an professionelles Handeln daraus abgeleitet werden ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 17](/book/praxis/17)). Die bei KPG vorgenommene Aufteilung in Prozessschritte schafft begriffliche Klarheit und stellt für jeden Schritt Qualitätsmerkmale auf ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 43](/book/praxis/43)).
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### Notwendigkeit eines methodisch strukturierten Vorgehens
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Weder Rezepte noch Technologien stehen zur Verfügung, mit denen Veränderungen bei Klient·innen herstellbar wären. Dieses Strukturmerkmal der geringen Standardisierbarkeit begründet die Notwendigkeit eines strukturierten Vorgehens ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 140](/book/arbeit/140)). Hinzu kommt die Involviertheit als ganze Person: Die Person des Sozialarbeiters ist das Arbeitsinstrument, was sowohl Chancen birgt als auch Risiken unreflektierter Projektion. Deshalb braucht es eine klare Struktur als Gegengewicht.
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### Qualitätssicherung
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Exakte und prägnante Dokumentationen über die einzelnen Prozessschritte erhalten besonderen Stellenwert für die Qualitätssicherung ([Hochuli Freund/Stotz 2021, S. 155](/book/arbeit/155)). Das Prozessmodell dient zudem als Reflexionsinstrument in Supervision und Intervision.
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### Checkliste
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- [ ] KPG als Konzept in eigenen Worten erklärt (generalistisch, methodenintegrativ, kooperationsorientiert)
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- [ ] Zwei Phasen und 7 Prozessschritte benannt
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- [ ] Zirkuläres/iteratives Verständnis dargestellt (Denkstruktur, nicht starres Schema)
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- [ ] «Erst verstehen, dann handeln» als Grundprinzip thematisiert
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- [ ] Kooperation und Koproduktion thematisiert
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- [ ] Methodenintegration erwähnt
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- [ ] Bezug zum eigenen Fall hergestellt
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- [ ] Ca. ½ Seite in eigenen Worten
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