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Hochuli Freund
31.7.17 S. 240
Teil 3 Fallarbeit mit KPG
• Ich kann Herrn K. weitere Informationen zu einem möglichen Schuldenabbau liefern (UZ 4).
• Ich kann Herrn K. aufzeigen, welche Kosten bei einer Ablösung von der
Sozialhilfe anfallen können (UZ 5).
Beim letzten Gespräch (Durchführungsschritt Analyse) haben Herr K. und
ich bereits besprochen, dass wir gemeinsam einen Ordner mit den wichtigsten Dokumenten zusammenstellen werden (vgl. UZ 3). Dadurch haben wir
bereits einen Teil der Interventionsplanung gemacht, obwohl noch keine
Zielsetzung stattgefunden hat. Dies hat mir gezeigt, dass in der Praxis das
Auslassen eines Prozessschrittes sehr schnell passieren kann, insbesondere,
wenn in der Organisation keine Arbeit mit Zielen vorgegeben ist. Im Rahmen der Interventionsplanung habe ich auf Grund des Unterstützungszieles 2
ein Blatt mit wichtigen Ämtern und Stellen vorbereitet, an die er sich mit
Fragen zu finanziellen und administrativen Angelegenheiten wenden kann.
Ein weiteres Thema beim Analyse-Gespräch war die Schulden und deren Abbau von Herrn K. (vgl. UZ 4). Deshalb habe ich bei einer Mitarbeiterin, welche früher bei der Schuldenberatung gearbeitet hat, nach Informationen und
Möglichkeiten nachgefragt. Auf ihre Empfehlung hin habe ich für Herrn K.
Informationsblätter zur Schuldenberatung in der Region ausgedruckt. Des
Weiteren durchsuchte ich in Bezug auf das Unterstützungsziel 5 das Internet
nach einem geeigneten Budgetblatt, damit Herr K. einen ungefähren Überblick erhält, mit welchen Ausgaben er zukünftig rechnen muss. Durch diese
Interventionen möchte ich Herrn K. eine Hilfestellung geben, wie er sich
selbst organisieren und einen Überblick über seine finanziellen und administrativen Angelegenheiten behalten kann. Zudem soll Herr K. wissen, wo er
sich bei Schwierigkeiten und Fragen hinwenden kann, sodass er allfällige
Probleme selbständig lösen kann.
Reflexion
Ein Teilschritt im Rahmen der Interventionsplanung ist die Reflexion der Interventionsmöglichkeiten (vgl. ebd.:286f.) Es ist schwierig abzuschätzen, was passieren würde, wenn ich gar nichts unternehme. Es könnte alles gut gehen und
Herr K. würde sich die fehlenden Informationen selbständig einholen und die
allenfalls benötigte Hilfeleistung einfordern. Es könnte aber auch sein, dass er
mit der Situation überfordert ist, die Arbeit verliert und wieder Schulden anhäuft. Ein Risiko bei den ausgewählten Interventionen ist, dass andere Lebensbereiche dominanter werden und stärker in den Vordergrund rücken, und Herr
K. gar nicht mehr in der Lage sein wird, die erarbeiteten Unterstützungsmaterialien zu benutzen. Im Worst-Case würde Herr K. vermutlich wieder Sozialhilfe beziehen müssen.
Der Prozessschritt der Interventionsplanung bestand im vorliegenden Fall
eher in einer Gesprächsvorbereitung. Überlegungen beispielsweise zu Gesprächstechniken, Sitzordnung oder Dokumentationsform hätten mehr einfliessen können.
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