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Primäre Prävention von Partnergewalt: Ein entwicklungsökologisches Modell
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erhebungen nach mehr als einem Jahr bei zwei sehr sorgfältig entwickelten
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und intensiven Programmen gaben teilnehmende Jugendliche (Jungen und
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Mädchen) seltener als die Kontrollgruppe an, Partnergewalt erfahren oder
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ausgeübt zu haben. Für andere Beziehungskompetenzen zeigten sich kaum
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Effekte. Befunde zu Partnergewalt im Erwachsenenalter liegen noch nicht vor.
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Insgesamt sind diese Ergebnisse noch nicht ausreichend bestätigt, aber sehr
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ermutigend. Es ist daher noch unverständlicher, warum in der Bundesrepublik weit verbreitete Anti-Gewaltmaßnahmen mit Jugendlichen (abgesehen
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von wenigen Ausnahmen wie dem Anti-Aggressivitäts-Training im Münchner Informationszentrum für Männer) nicht häufiger explizit auf den Bereich
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Partnergewalt eingehen.
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Zusammenfassung und Ausblick
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Die Forschungsübersicht zur primären Prävention von Partnergewalt hat gezeigt, dass mittlerweile ein nicht unerheblicher Grundstock an Wissen über
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die Entstehung von Partnergewalt aufgebaut werden konnte. Aus diesem
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Wissensbestand ergeben sich vielfältige Ansatzpunkte für präventive Maßnahmen gegen Partnergewalt. Sofern die vorliegende Literatur ein einigermaßen zutreffendes Bild vorhandener Präventionsbemühungen vermittelt,
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wird nur ein Teil dieser Ansatzpunkte in unserer Gesellschaft bisher genutzt.
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Auch bestehen aufgrund fehlender Evaluationen notwendigerweise Unsicherheiten, inwieweit bisher eingesetzte Handlungsstrategien ihr Ziel der
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primären Prävention von Partnergewalt erreichen. Die wenigen vorliegenden
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Wirkungsstudien vermitteln aber insgesamt ein hoffnungsvolles Bild. Als Gesellschaft haben wir daher keinen Grund uns nicht intensiver als bisher um
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eine Prävention von Partnergewalt zu bemühen.
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Literatur
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Abbey A. & McAuslan P. (2004): A Longitudinal Examination of Male College Students’ Perpetration of Sexual Assault. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 72, 747-775.
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for understanding the intergenerational transmission of family violence. In P. Erdman & Caf¢ȱǯȱǻǯǼǰȱĴȱȱ¢ȱ¢DZȱǰȱǰȱȱȱtedness. New York: Brunner-Routledge, 241-257.
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Andrews J.A., Foster S.L., Capaldi D. & Hops H. (2000): Adolescent and Family Predictors of
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Physical Aggression, Communication, and Satisfaction in Young Adult Couples: A Prospective Analysis. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 68, 195-208.
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Aldridge M. & Browne K.D. (2003): Perpetrators of Spousal Homicide. A Review. Trauma, Violence & Abuse, 4, 265-276.
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Amiel S. & Heath I. (2003): Family Violence in Primary Care. Oxford: Oxford University Press.
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