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Konsequenzen und Perspektiven
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Kenntnisstand (z.B. Danielson et al. 1998) liegt der Anteil gewaltausübender
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Partner mit mindestens einer psychiatrisch relevanten Erkrankung zwischen
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30 und 50 Prozent, so dass der Faktor psychische Gesundheit auch nur bei
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diesem Anteil der Fälle potenziell von Bedeutung sein kann. Relativ aussagekräftige Hinweise auf eine tatsächlich ursächliche Rolle liegen insbesondere
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für den Bereich der Suchterkrankungen (Alkohol und illegale Suchtmittel)
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vor. Zum einen zeigen mehrere Längsschnittstudien (z.B. Leonard & Sechak
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1996), dass die Wahrscheinlichkeit von Partnergewalt nach dem Einsetzen einer Suchterkrankung steigt. Weiterhin ergibt sich aus Tagebuchstudien ein
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Zusammenhang zwischen Suchtmittelgebrauch und nachfolgenden Gewaltepisoden (z.B. Fals-Stewart et al. 2003). Schließlich zeigen Therapiestudien
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einen Zusammenhang zwischen erfolgreicher Suchtbehandlung und abnehmendem Gewaltrisiko (z.B. O’Farrell et al. 2003). Allerdings führt kein Suchtmittel per se zur Gewaltausübung, wohl aber wird die Verhaltenskontrolle
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gemindert und Wahrnehmungsverzerrungen, sowie aggressive Verhaltenstendenzen werden bei einigen Suchtmitteln verstärkt (für eine Forschungsübersicht siehe Leonard 2005). Einen deutlichen Hinweis auf die Bedeutung
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sozialer Faktoren geben Befunde zum Zusammenhang zwischen Suchtmittelgebrauch und Partnergewalt bei Frauen. Zwar geht auch hier ein zunehmender Suchtmittelgebrauch mit einem höheren Risiko der Gewaltausübung
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einher, noch sehr viel deutlicher steigt allerdings die Wahrscheinlichkeit Gewalt zu erfahren (z.B. Martino et al. 2004). Andere Beeinträchtigungen der
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psychischen Gesundheit für die Hinweise auf Zusammenhänge zum Entstehen von männlicher Partnergewalt vorliegen, betreffen Depressionen, Angststörungen, posttraumatische Belastungsstörungen, nicht-affektive Psychosen
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und eine Reihe von Persönlichkeitsstörungen. Die methodische Aussagekraft
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dieser Studien ist aber geringer als im Bereich der Suchterkrankungen.
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Paardynamik
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Ereignisse im Verlauf der Beziehungsentwicklung, die die Exklusivität der Beziehung erhöhen (z.B. Eheschließung, Migration) oder die die Verfügbarkeit
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der Partnerin bedeutsam vermindern (z.B. Schwangerschaft, Aufnahme einer
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Erwerbsarbeit, Trennung) gehen im Mittel der vorliegenden Studien mit einer
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zumindest schwachen Erhöhung der Gefahr männlicher Partnergewalt einher
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(z.B. Burch & Gallup 2004). Im Verlauf der Beziehungsentwicklung werden
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vor einer Verletzung körperlicher Grenzen sehr häufig andere Grenzen ausgetestet, etwa durch eine erhöhte verbale Aggressivität oder eine ausgeprägte
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psychische Kontrolle der Partnerin (für eine Forschungsübersicht siehe Stith
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et al. 2004). Weibliche Gewaltausübung gegen den Partner scheint im Mittel
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dessen Bereitschaft zur Anwendung von Gewalt in späteren Konfliktsituation
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zu steigern, während umgekehrt männliche Gewaltanwendung teilweise ein
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gewaltförmiges Selbstverteidigungsverhalten der Partnerin herausfordert. In
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