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Modelle der Unterstützung für Mütter bei häuslicher Gewalt
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Berührungsängste gegenüber Beratungsstellen haben vor allem Familien, die
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sozial benachteiligt sind, wenig Zugang zu Bildung haben und über geringe
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Deutschkenntnisse verfügen. Kinder aus diesen Familien sind darauf angewiesen, dass seitens der Jugendhilfe aufsuchende und zielgruppenspezifische
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Angebote gemacht werden. Bei großer Distanz zu professioneller Hilfe spielt
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die Vermittlung durch alltagsnahe Vertrauenspersonen und Fachleute wie Erzieher/-innen oder Lehrer/-innen eine wichtige Rolle. Diese können den Weg
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in eine Beratungsstelle ebnen.
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Beispiele aus der psychologischen Praxis
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Kommt der Kontakt zu einer psychologischen Beratungsstelle zustande, wird
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die Gewalt zunächst oft nur angedeutet oder verschwiegen. Ausgangssituationen und Beratungsinhalte sind aufgrund der individuellen Erfahrungen
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sehr unterschiedlich. Aus der Vielfalt werden im Folgenden Familiensituation
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und Zeitpunkt der Kontaktaufnahme als Kriterien ausgewählt, um anhand
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von fünf Fallbeispielen Interventionsansätze vorzustellen.
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Bestehende Familie
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Annegret4 ist fünf Jahre alt, als ihre Mutter auf Anregung der Nachbarin
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Kontakt mit dem Allgemeinen Sozialen Dienst aufnimmt. Frau A. ist tabletten- und alkoholabhängig und kann ihr Kind phasenweise nur unzureichend
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versorgen. Während einer stationären Suchttherapie lernt sie ihren neuen
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Partner kennen. Er zieht bei Frau A. ein. Beide werden rückfällig. Frau A.
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wird mehrfach von ihrem Partner misshandelt. Annegret holt wiederholt
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die Nachbarin oder die Polizei. Über den Allgemeinen Sozialen Dienst wird
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die Psychologische Beratungsstelle einbezogen. Frau A. trennt sich aufgrund
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nicht nachlassender Misshandlungen von ihrem Partner. Sie wird dabei gestärkt durch einen Polizeieinsatz, bei dem der Gewalttäter in Gewahrsam genommen wird.
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Frau A. erhält im Verlauf der Beratung Unterstützung, um ihre Ziele (ein
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Leben ohne Gewalt) zu präzisieren und auf die Zielerreichung hinzuarbeiten,
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Annegret von der Verantwortung in der Familie zu entlasten und ihre Erziehungsaufgaben wahrzunehmen, beziehungsweise bei Überforderung weitere
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Hilfen zuzulassen. Auf Wunsch der Mutter finden während eines kurzen Zeitraums auch Beratungsgespräche mit dem Partner statt, der für Annegret eine
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wichtige Unterstützung bedeutet, wenn Frau A. trinkt. Der Beratungsprozess
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wird begleitet von einer kontinuierlichen Gefährdungseinschätzung und der
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Realisierung flexibler und individueller Hilfen für Annegret in Kooperation
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4 Alle Namen wurden geändert
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