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Psychodramatische Gruppentherapie für Mädchen und Jungen
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Regression Das spontane Spiel auf der Symbolebene macht es den Kindern leicht, Zugang zu ihren aktuellen und auch früheren Erfahrungen zu finden, die verbal und kognitiv so nicht möglich wären. So gesehen ist das therapeutische Spiel immer auch eine zeitweilige und gewollte Regression. Die Regression bezieht sich immer auf bestimmte Gefühlskonstellationen, meist auf fehlende Erfahrungen: auf Erfahrungen des Grundvertrauens, des Gehalten- und Genährtwerdens, des Gesehen- und Verstandenwerdens, den Wunsch und die Sehnsucht nach Geborgenheit und Sicherheit. Im symbolischen Spiel können die Kinder ihre Regressionswünsche inszenieren und dabei auch eine heilsame Erfahrung machen, z.B. in der Auffangstation für verletzte Tiere: Der 9-jährige Gepard mit seiner verletzten Pfote, der 8-jährige Tiger mit seinem gebrochenen Bein, die 8-jährige Antilope mit ihrer Bisswunde am Rücken und das 7-jährige Adlerweibchen mit dem gebrochenen Flügel. Die Mädchen und Jungen ließen sich streicheln, trösten, tragen, wiegen, halten… wie verletzte Kleinkinder. Sie gaben sich in ihrer Tierrolle ganz und gar der „körperlichen“ und „medizinischen“ Versorgung durch Tierärztin und Tierpfleger hin. Eine Zuwendung und Fürsorge, die sie sich in der realen Welt und mit Worten nie hätten holen können. Sie haben sich im Spiel auf einen Bewusstseins- und Entwicklungsstand eingelassen, in dem sie voller Hingabe (mit geschlossenen Augen) und ohne Scham (ein Junge zeigt keine Gefühle und lässt sich nicht streicheln) ihre Sehnsüchte nach Trost und Heilung zeigen konnten und eine neue konkrete Erfahrung „tanken“ konnten. Regressionserfahrungen in diesem Sinne haben somit auch den Effekt der sublimierten Bewältigung: Kinder können auf diese Weise unbewusst ihre Verletzungen, Ängste und ihre Ohnmacht ausdrücken und sich durch das kreative Spiel ihre Sehnsüchte erfüllen.
Kontrollierte Aggression Aggression, Wut und Zorn ist in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nicht wegzudenken. Es sind Gefühle, die durch Verleugnung und Verdrängung nicht aus der Welt zu schaffen sind. Kinder brauchen die Erfahrung, dass sie auch mit diesen Persönlichkeitsanteilen angenommen werden. Je jünger Kinder sind, desto intensiver werden Reibung und Meinungsverschiedenheiten auch körperlich ausgetragen. Allein mit Reflexion und sprachlichen Argumenten sind Kinder oft überfordert. Lässt man Kinder und Jugendliche mit ihren aggressiven Persönlichkeitsanteilen allein oder versucht, sie zu verbieten, bricht ihre Aggression chaotisch und ungesteuert aus. Es hilft den Kindern nicht, wenn Erwachsene Gefühle wie Wut und Aggression nur ablehnen und verteufeln.